Regierungs-Pk zur Änderung des Schulgesetzes
Geht der Schulunterricht zu sehr am wahren Leben vorbei?

Geht der Schulunterricht zu sehr am wahren Leben vorbei?

Daniel Bockwoldt

Geht der Schulunterricht zu sehr am wahren Leben vorbei?

Köln (dpa) - Mit einem Beitrag im sozialen Netzwerk Twitter hat die 17-jährige Naina aus Köln eine Diskussion über die Aufgaben von Schulbildung ausgelöst. „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen“ lautet ihre Kurznachricht unter @nainablabla von Samstag.

 

Über Nacht kam es zu einer breiten Internetdebatte über den Tweet. Am Dienstagnachmittag war die Nachricht bereits rund 13 300 Mal favorisiert und mehr als 7500 Mal retweetet - also von anderen Nutzern nochmals gesendet - worden. Die 17-Jährige erhielt nicht nur Zustimmung von anderen Schülern und Eltern.

Manche verteidigten auch die Schulbildung in ihrer jetzigen Form. „Dass die Schule einen auf das Leben vorbereiten soll, ist der größte Mist, den ich je gehört habe“ schreibt ein Twitternutzer und führt aus: „Die Schule stellt, jedenfalls in meinen Augen, eine Institution dar, die dich für eine berufliche Laufbahn qualifizieren soll.“ Daraufhin entgegnet die Schülerin: „Klar. Aber wenn die Schule uns schon auf's Leben vorbereiten soll, dann doch bitte auch abseits des Lehrplans Mathe, Englisch etc.“

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