Weiberfastnacht Köln
Weiberfastnacht zog in diesem Jahr weniger Gäste an - ob es an dem Schmuddelwetter oder der Sicherheitslage lag, ist unklar.

Weiberfastnacht zog in diesem Jahr weniger Gäste an - ob es an dem Schmuddelwetter oder der Sicherheitslage lag, ist unklar.

Stephan Eppinger

Weiberfastnacht zog in diesem Jahr weniger Gäste an - ob es an dem Schmuddelwetter oder der Sicherheitslage lag, ist unklar.

Köln. „Kölsche Mädcher lassen sich das Feiern durch den Regen nicht vermiesen“, ist sich OB Henriette Reker sicher und tatsächlich wird auf dem Alter Markt fröhlich mitgesungen und geschunkelt. Es ist genau eine Stunde vor dem Start des Straßenkarnevals am Donnerstag um 11.11 Uhr als der kalte Regen einsetzt und dafür sorgt, dass die Jecke schnell ihren Schirm aufspannen oder sich mit Plastikponchos gegen die Nässe von oben schützen. Oder man rückt einfach etwas näher zusammen und schunkelt, bis einem wieder warm wird. Für den richtigen Rhythmus sorgt unter anderem Marita Köllner, die die „bösen Mädchen nach Mallorca“ singt.

Kurz nach 11 Uhr kommt dann das Dreigestirn mit der OB und Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach auf die Bühne und wird lautstark gefeiert. Da schwingt sich Jungfrau Johanna auch im Ornat aufs Geländer und feuert das Narrenvolk an. Insgesamt sind in der Stadt deutlich weniger Jecke unterwegs - ob es am Schmuddelwetter oder der allgemeinen Sicherheitslage liegt ist schwer zu beurteilen.

Schon um 9 Uhr begrüßt Reker die Blauen Funken und freut sich über ihr Rathaus als Resonanzkörper für jecke Töne. Später beim Empfang im Hansasaal präsentieren sich die Kölner Politiker im jecken Outfit. So kommt SPD-Chef Jochen Ott als Hippie und Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (CDU) ist als Bauarbeiter unterwegs.

Kurz vor 12 Uhr ziehen die Roten Funken in großer Mannstärke am Dom auf, um ein Zeichen gegen rücksichtslose Wildpinkler zu setzen. Unterstützt werden sie dabei von der OB. Zu Stärkung gibt es vom Domropst Gerd Bachner eine Runde Berliner.

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