Falls die anti-islamische «Pegida-Bewegung» in Köln demonstrieren sollte, bleiben am Dom die Lichter aus. Foto: Oliver Berg/Archiv
Falls die anti-islamische «Pegida-Bewegung» in Köln demonstrieren sollte, bleiben am Dom die Lichter aus. Foto: Oliver Berg/Archiv

Falls die anti-islamische «Pegida-Bewegung» in Köln demonstrieren sollte, bleiben am Dom die Lichter aus. Foto: Oliver Berg/Archiv

dpa

Falls die anti-islamische «Pegida-Bewegung» in Köln demonstrieren sollte, bleiben am Dom die Lichter aus. Foto: Oliver Berg/Archiv

Köln (dpa) - Die Ankündigung des Kölner Domkapitels, bei einer Demonstration der Pegida-Bewegung die Dom-Beleuchtung abzuschalten, findet Zustimmung in der Politik.

Die Kundgebung der Islam-Gegner ist für kommenden Montag angekündigt. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, bezeichnete die Verdunkelungs-Aktion im «Kölner Stadt-Anzeiger» (Freitag) als «sehr beachtenswertes und auch richtiges Signal».

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), erklärte: «Ich bin als Katholik und Politiker froh über dieses klare Zeichen der Abgrenzung in meiner Kirche.» Stimmungsmache gegen Mitmenschen, zumal gegen solche in Not, sei unchristlich. FDP-Parteichef Christian Lindner wertete das Auftreten der Pegida-Demonstranten als «Angriff auf die Liberalität unseres Landes».

Kölns Dompropst Norbert Feldhoff hat angekündigt, am 5. Januar für die Dauer der geplanten Demonstration zwischen 18.30 und 21 Uhr die Außenbeleuchtung des Domes abzuschalten. Vorbild sei die Semperoper in Dresden, deren Beleuchtung ebenfalls abgeschaltet worden sei.

Die Pegida-Bewegung (Abkürzung für: «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes») organisiert seit Wochen Demonstrationen gegen angebliche Überfremdung. In Dresden, wo die Bewegung entstand, waren es zuletzt etwa 17 500 Teilnehmer. Bundesweit wächst auf der Straße der Widerstand von Gegendemonstranten.

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