Die 1830 gegründete Brauerei & Brennerei Sünner erweitert ihr erfolgreiches Sortiment an Spiritousen.

Die 1830 gegründete Brauerei & Brennerei Sünner erweitert ihr erfolgreiches Sortiment an Spiritousen.
Seit 1830 wird bei Sünner gebraut und gebrannt.

Seit 1830 wird bei Sünner gebraut und gebrannt.

Seit 1830 wird bei Sünner gebraut und gebrannt.

Seit 1830 wird bei Sünner gebraut und gebrannt.

Eppinger (2)/Rees, Bild 1 von 3

Seit 1830 wird bei Sünner gebraut und gebrannt.

Köln. Wer in Kalk das Sünner-Gelände betritt und dort einen Blick in die Brauerei und Brennerei wirft, fühlt sich ein wenig an die 50er Jahre erinnert. Seit 1830 wird dort Kölsch gebraut und Korn gebrannt – damit ist das Unternehmen, das von Astrid Schmitz-DuMont in der sechsten Generation geführt wird, die älteste noch produzierende Brauerei und die einzige Brennerei Kölns.

Dennoch bleibt man beim Kölner Unternehmen nicht stehen, sondern verfügt über ein breites Sortiment an Biersorten, alkoholfreien Getränken und Spirituosen. In dieser Woche kommen mit dem Sünner Wodka und dem Sünner Kräuter zwei neue Sorten auf den Markt.

„Es geht aber nicht darum, immer exotischere und waghalsigere Schnäpse herzustellen, sondern darum zu fragen, was der Verbraucher wirklich will. Diese Produkte wollen wir hier im Haus dann in einer besonders hohen Handwerksqualität und mit regionalen Rohstoffen herstellen. Wir wollen einfach allseits beliebte Spirituosen mit dem gewissen Kölner Absender anbieten“, erklärt Prokurist Christian Hagl die Grundsätze, denen man sich bei Sünner verpflichtet fühlt.

Zu den großen Erfolgen gehören bereits zwei Gin-Sorten, darunter der Dry Gin Sinner Strength mit 57 Volumenprozent Alkohol und einer Essenz aus Paradieskörnern, einer Pfeffersorte. „Diese Prozentzahl wurde vor 300 Jahren von der Queen erlassen. Hintergrund war die Sorge, dass bei einem Angriff auf die Schiffsflotte Gin auslaufen und das Schießpulver durchnässen könnte. Das ist bei einem Alkoholgehalt ab 57 Prozent nicht mehr der Fall und somit konnte das Schießpulver weiterverwendet werden. Ursprünglich spricht man daher auch von Navy Strength“, sagt Hagl.

Der Erfolg des eigenen Gins hat das Kölner Unternehmen nun dazu ermuntert, mit einem eigenen Wodka an den Start zu gehen. Dieser hat mit 43 Volumenprozent einen etwas höheren Alkoholgehalt. „Alkohol ist ein Geschmacksträger“, erklärt Hagl. Trotzdem ist der Sünner Wodka besonders weich im Geschmack. „Das erreichen wir neben der hohen Destillierqualität, indem wir in die Flüssigkeit Silberplatten legen.“

Dazu kommt eine minimale Menge flüssiges Urmeersalz aus Bad Essen, was den Geschmack fördern soll. Dieses stammt aus einen 800 Meter tief unter der Erde gelegenen See. Grundlage für den Wodka ist Weizen. „Viele Leute kennen Wodka als Kartoffelschnaps. Dabei wird inzwischen 98 Prozent dieser Spirituose mit Weizen hergestellt. Unser Getreide beziehen wir direkt von einem Bauern aus der Region.“

Neu ist auch der Kräuter aus Kalk. Dieser wurde auf Basis des altbekannten Akrobat-Likörs entwickelt und erinnert weniger an einen klassischen deutschen Kräuterlikör als einen Bitter im Stil von Averna oder Ramazzotti. „Den Klassiker hat man als Magenputzer schnell nach dem Essen getrunken. Hier sinkt die Nachfrage stetig. Heute sind wohlschmeckende Kräuterliköre gefragt, die man langsam, beispielsweise auf Eis mit Zitrone, genießt“, erläutert Hagl. Neben den alten Zutaten kommen beim neuen Produkt Tigergras, Lapacho, Aromahopfen sowie ein wenig Orange und Mandarine zum Einsatz.

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