Bayer-Spielerinnen kassieren auswärts beim EHF-Cup eine knappe Niederlage und verpassen das Achtelfinale.

Leverkusen. Nach insgesamt 120 spannenden und umkämpften Handball-Minuten fehlten den Leverkusener Werkselfen am Ende gerade mal drei Tore zum Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cups. Dem 31:29-Heimsieg im Hinspiel folgte am Samstag eine 29:34-Niederlage beim Buxtehuder SV, der damit als deutscher Vertreter in die Runde der letzten Acht einzog.

„Wir haben uns erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschiedet“, sagte Elfen-Trainerin Renate Wolf: „Meine Mannschaft hat toll gekämpft, am Ende sind uns dann ein bisschen die Kräfte ausgegangen.“

Für den Rest der Saison müssen die Elfen aller Voraussicht nach ohne Natalie Adeberg auskommen, die in der zweiten Halbzeit bei einem Tempogegenstoß nach gegnerischer Einwirkung eine schwere Verletzung am linken Knie erlitt. Buxtehudes Mannschaftsarzt sprach in einer ersten Diagnose vor Ort von einem Kreuzbandriss, noch am Samstagabend wurde die 22 Jahre alte Rückraumspielerin im Klinikum Leverkusen eingehend untersucht.

Aus Sicht der Elfen war es ein wechselvolles Spiel. Zunächst hatte Leverkusen knapp die Nase vorn, geriet dann aber Mitte der ersten Hälfte mit fünf Toren in Rückstand. „Wir hätten gleich zu Beginn mehr zulegen müssen, denn da hatte Buxte noch Probleme, ins Spiel zu finden“, sagte Renate Wolf: „Wir hatten dann aber leider diese Probleme auch.“

Elfen gaben in Buxtehude nie auf

Trotz der deutlichen Buxtehuder Führung gaben die Gäste aber nie auf und hatten sich durch einen Dreier von Linkshändern Jennifer Rode, der insgesamt 13-fachen Torschützin Kim Naidzinavicius und der in Abwehr und Angriff enorm starken Kreisläuferin Jenny Karolius in der 27. Minute wieder auf 13:13 herangekämpft.

Der Pausenstand von 16:16 verhieß Gutes für die Elfen, doch Buxtehude kam hellwach aus der Kabine und legte schnell auf 19:16 vor. Zwar kämpften sich die Elfen immer wieder heran, doch eine Führung wollte in der zweiten Halbzeit nicht mehr gelingen.

Ein Sonderlob von Renate Wolf gab es für Spielführerin Jenny Karolius, die eine hohe Effektivität in ihren Würfen hatte (6 Tore) und zudem in der Abwehr eine stabile Größe war. Da Torhüterin Natalie Hagel wegen erneut aufgetretener Knieprobleme nur zuschauen konnte, schickte Torwarttrainer Andreas Thiel in der zweiten Halbzeit Vanessa Fehr in den Leverkusener Kasten, und die 17-Jährige machte bei ihrem ersten längeren Bundesliga-Einsatz als Entlastung für Stammkeeperin Valentyna Salamakha 15 Minuten lang einen guten Job.

Für die Elfen geht es am kommenden Wochenende in der Bundesliga weiter, am Samstag (21. Februar/20 Uhr) tritt das Team von Renate Wolf bei der SG BBM Bietigheim an. Am 1. März zur gewohnten Anwurfzeit um 16 Uhr ist dann der VfL Oldenburg zu Gast in der Leverkusener Smidt-Arena.

www.werkselfen.de

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