Am 23. und 24. Juni gibt es im Kölner Jugendpark die 24. Auflage des BMX Cologne.

Am 23. und 24. Juni gibt es im Kölner Jugendpark die 24. Auflage des BMX Cologne.
BMX-Profi Markus Reuss aus Wuppertal zeigte seine Tricks gestern am Deutzer Rheinufer.

BMX-Profi Markus Reuss aus Wuppertal zeigte seine Tricks gestern am Deutzer Rheinufer.

Stephan Eppinger

BMX-Profi Markus Reuss aus Wuppertal zeigte seine Tricks gestern am Deutzer Rheinufer.

Köln. „No Transition“ lautet das diesjährige Motto des BMX Cologne am 23.und 24. Juni im Kölner Jugendpark. Der englische Begriff Transition ist doppeldeutig. So bedeutet er zum einen Entwicklung bzw. Wandel und zum anderen für die BMX Freestyler die Rundung, die sie auf den Rampen brauchen, um sich für die Tricks in die Höhe zu katapultieren. Dass sich das weltweit bekannte Szenetreffen nicht weiterentwickelt ist definitiv nicht der Fall – verändert sich der Wettbewerb doch von Jahr zu Jahr – was ihn auch so angesagt macht.

Neu ist in diesem Jahr, dass es keine runden Rampen und keine Halfpipe geben wird. Das kommt den Street-Fahrern entgegen. Sie nutzen die Dinge, die sie im Alltag auf der Straße finden wie Treppen, Handläufe oder Mauern. „Man sieht die Welt ganz anders, wenn man BMX fährt“, sagt Felix Prangenberg, der zu den besten BMX-Profis der Welt gehört. Als vierter Deutscher überhaupt wurde er zu den X-Games nach Minneapolis eingeladen – einem internationalen Gipfeltreffen der Szene.

„Bei Street ist Kreativität gefragt. Wer Rampen nutzt, macht oft das Gleiche wie alle anderen. Das ist bei uns nicht der Fall“, erklärt der Wuppertaler Markus Reuss. Das Treffen in Köln ist für ihn zwar ein Heimspiel, bringt aber keinen Heimvorteil. „Jedes Jahr erwartet einen hier etwas Neues. Ich war 2008 zum ersten Mal am Jugendpark am Start. Danach kamen viele Verletzungen, aber jetzt bin ich zurück. Für mich ist das hier ein Highlight im Jahr“, sagt der 25-Jährige.

Sein Kollege Felix Prangenberg war zum ersten Mal mit sechs oder sieben Jahren bei den BMX Masters. Seitdem ist er Stammgast. „Das ist für mich einer der wichtigsten und coolsten Contests. Da kommen alle Jungs zusammen. Bei uns geht es nicht so sehr ums Gewinnen. Wir wollen gemeinsam Spaß haben, und freuen uns auch, wenn einem anderen ein Trick gelingt. Klassisch trainiert wird bei uns nicht. Ich fahre zwar jeden Tag mit dem Rad, aber wann und wie lange bestimme ich selbst“, sagt der 20-Jährige aus der Nähe von Köln.

Wenn Kunstradfahren auf Breakdance trifft

Gestartet wird im Jugendpark auch in der Disziplin Flatland: „Das ist eine Mischung auch Kunstradfahren und Breakdance. Man fährt eine Kür, bei der man verschiedene Tricks aneinanderreiht. Für mich ist das sehr spannend, weil die Disziplin ein großes Entwicklungspotenzial hat“, sagt Organisator Stephan Prantl, der selbst als BMX-Profi aktiv war.

Der BMX-Sport kam Ende der 70er Jahre aus den USA nach Deutschland. „Zunächst gab es nur Race, das dem Moto-Cross-Fahren ähnlich war. In den 80er Jahren kam dann Freestyle hinzu – anfangs noch als Showevent bei Race-Wettbewerben. 1981/82 gab es dann die ersten eigenen, organisierten Wettbewerbe. Köln gehörte schnell zu den Zentren für die BMX Freestylern – die erste Veranstaltung gab es hier 1984 im Jugendpark“, erinnert sich Prantl. Erinnert wird an die wilden 80er beim Oldschool-Teil der BMX Cologne, wo die Generation 40plus mit Originalrädern in Köln an den Start geht.

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