Der Rohbau der „Rasselbande“ lässt schon die interessante Architektur erkennen.

Richtfest
Nicht nur beim Fertigen, sondern auch beim Aufhängen des Richtkranzes legen die Rasselbande-Kinder selbst Hand an.

Nicht nur beim Fertigen, sondern auch beim Aufhängen des Richtkranzes legen die Rasselbande-Kinder selbst Hand an.

Doro Siewert

Nicht nur beim Fertigen, sondern auch beim Aufhängen des Richtkranzes legen die Rasselbande-Kinder selbst Hand an.

Burscheid. „Stehe ich hier im Flur?“, fragt Nelli Grabowski und guckt sich interessiert um zwischen all den Eisenstützen, Balken und Gerüsten.

Zwei Monate ist es gerade her, dass der Grundstein für den Neubau der Kindertagesstätte „Rasselbande“ an der Pastor-Löh-Straße gelegt wurde. Und jetzt steht die Erzieherin schon inmitten des Rohbaus und verfolgt die Ansprachen zum Richtfest.

Sie ist nicht allein gekommen. Mit ihr tummeln sich Eltern, Kinder, Nachbarn, Kommunalpolitiker und Handwerker auf der Baustelle und verschaffen sich einen ersten Eindruck von der Architektur, deren im Viertelkreis angeordneten Räume ein bisschen an Kuchenstücke ohne Spitze erinnern.

Und wohin man hört, macht sich Vorfreude breit auf den neuen Standort, der im nächsten Frühjahr nach dann 28 Jahren den alten an der Höhestraße ablösen wird.

Für zehn Minuten kommt der Anliegerverkehr zum Erliegen

Noch müssen sich die Gäste mit dem künftigen Warenzuliefereingang begnügen. Draußen regnet es fast ununterbrochen, aber wie der von den Rasselbande-Kindern selbst gefertigte Richtkranz am Kran aufgehängt wird, wollen dann doch alle miterleben, sodass für zehn Minuten der Anliegerverkehr zum Erliegen kommt.

Die Pari Sozial Bergisch Land investiert in das Bauprojekt rund 1,7 Millionen Euro. Darin sind Zuschüsse von Bund und Land sowie ein Kredit enthalten.

Die Größe der Einrichtung bleibt mit 75 Betreuungsplätzen gegenüber dem bisherigen Standort an der Höhestraße unverändert.

Die Kinder verteilen sich auf vier Gruppen.

An der Pastor-Löh-Straße werden 22 Plätze für unter Dreijährige angeboten, davon zehn Plätze für Kinder, die jünger als zwei Jahre sind.

Nicht nur den Kranz steuern die Kinder bei, sondern auch noch ein Lied, naheliegenderweise das von den fleißigen Handwerkern. Wenn sie im kommenden März dann wirklich hier einziehen, erwartet sie, so Bürgermeister Stefan Caplan, Burscheids einziger Kindergarten, bei dem alle neuesten Richtlinien baulich von vornherein mitbedacht werden konnten.

Dass der Termin eingehalten werden kann, davon sind alle überzeugt – auch wenn der Vereinsvorsitzende Jens Jacoby einräumt, als Anwalt ein notorischer Bedenkenträger zu sein. Wahrscheinlich kann er es erst wirklich glauben, wenn er Erzieherin Nelli im fertigen Flur begegnet.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer