Das Pilotprojekt „Fit zur Schule“ an zehn Burscheider Kitas ist beendet. Auffälligkeiten konnten reduziert werden.

Das Pilotprojekt „Fit zur Schule“ an zehn Burscheider Kitas ist beendet. Auffälligkeiten konnten reduziert werden.
Auch Tests über die motorischen Fähigkeiten wurden mit den Kindern gemacht. Symbol

Auch Tests über die motorischen Fähigkeiten wurden mit den Kindern gemacht. Symbol

Gabbert/dpa

Auch Tests über die motorischen Fähigkeiten wurden mit den Kindern gemacht. Symbol

Rhein.-Berg. Kreis. Bei den Einschulungstests im Kreis wurde in den vergangenen Jahren eine Verschlechterung in den Bereichen Grobmotorik, Sprache und Wahrnehmung von Experten festgestellt. Daher wurde das Pilotprojekt „Fit zur Schule“ im Sommer 2014 ins Leben gerufen. Daran beteiligten sich auf Initiative vom Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises zehn Burscheider Kindertagesstätten. Ziel war, gezielte Förderungen vor der Einschulung anzubieten. Insgesamt nahmen 97 Kinder ab einem Alter von vier Jahren an dem Projekt teil.

Nun ist „Fit zur Schule“ abgeschlossen und es kann eine positive Bilanz gezogen werden. „Insgesamt hat sich die Entwicklung der Kinder in den Projektbereichen verbessert. So hat sich der Anteil der Kinder mit mindestens einer Auffälligkeit in den Projektbereichen im Verlauf um zehn Prozent verringert“, erläutert Dr. Cornelia Scherzberg, Leiterin des Gesundheitsamts.

Im Mittelpunkt von „Fit für Schule“ standen dabei standardisierte Entwicklungstests, die vom kinderärztlichen Dienst durchgeführt wurden, Beratungsgespräche mit den Eltern und gegebenenfalls die Empfehlung in Therapien. Daneben fand ein stetiger Austausch zwischen Ärzten mit den Erziehern in den Kitas statt. Erstgenannte standen beratend als Ansprechpartner in Gesundheitsfragen zur Verfügung. 139 Empfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten wurden im Projektzeitraum bis zur Schuleingangsuntersuchung ausgesprochen. Wobei viele Kinder keine und manche auch mehrere Empfehlungen bekommen haben.

94 Prozent fanden das Projekt „Fit zur Schule“ sinnvoll

Das größte Entwicklungspotenzial wurde im sprachlichen Bereich festgestellt. Der Rücklauf der Fragebögen der Erziehungsberechtigten zeigt ein positives Ergebnis: 94 Prozent fanden das Projekt „Fit zur Schule“ sinnvoll. Viele sehen in dem Projekt, das in Kindertagesstätten und in Vorbereitung auf die Einschulung stattfand, eine sinnvolle Ergänzung zu kinderärztlichen Untersuchungen. Auch die Kitaleitungen fühlten sich im Projektverlauf und in der Organisation gut unterstützt. Positiv hervorgehoben wurde vor allem der unmittelbare Austausch mit den Kinderärztinnen und Kinderärzten.

Das Projekt „Fit zur Schule“ gab Anstöße zu verschiedenen Maßnahmen. So wurden Vorlesepaten vermittelt, ein Elternkurs des Deutschen Kinderschutzbundes „Starke Eltern – starke Kinder“ angeboten und Turngruppen eingerichtet. Daneben nahmen 13 Erzieherinnen an einer Fortbildung im Bereich Bewegung teil. Red

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