Kirchenkreis-Haushalt 2015 nur durch Rücklagen ausgeglichen.

Erstmals tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen im neuen Haus der Kirche auf dem Schulberg.
Erstmals tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen im neuen Haus der Kirche auf dem Schulberg.

Erstmals tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen im neuen Haus der Kirche auf dem Schulberg.

Neue Zentrale des Kirchenkreises: das umgebaute ehemalige Internat, hier von seiner Rückseite.

Doro Siewert, Bild 1 von 2

Erstmals tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen im neuen Haus der Kirche auf dem Schulberg.

Burscheid. Es war eine fast verzweifelte, mindestens aber leidenschaftliche Mahnung: „Wir waren einmal eine Kirche der Hoffnung und sind eine Kirche der Strukturprozesse und Haushaltskonsolidierung geworden“, klagte Superintendent Gert-René Loerken auf der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises. Und als hätte es noch eines Beweises bedurft, befasste sich die Synode wenig später selbst mit den quälenden Fragen der Haushaltskonsolidierung.

Erstmals tagten die Synodalen am Freitagabend im neuen Haus der Kirche auf dem Schulberg. Eine Dauerlösung wird das eher nicht werden: Erstens soll die Synode weiter durch die 13 Gemeinden rotieren, zweitens sind der schlauchartige Saal und das enge Foyer nicht unbedingt für in der Regel weit über hundert Teilnehmer ausgelegt.

Mit dem Umbau des ehemaligen Internats sei „eine große Wunde geschlossen“ worden, so Loerken in seinem Bericht. Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan räumte in seinem Grußwort ein, anfänglich an der Realisierung gezweifelt zu haben. Jetzt beneide er Loerken um „das schönste Büro in Burscheid“ (im fünften Stock mit Domblick).

Hospitationsvorschlag für Loerken und Caplan

Womöglich kann er es aber bald einmal zumindest vorübergehend genießen: Loerken warf die Idee in den Raum, man könne gegenseitig mal jeweils einen Tag hospitieren.

Die mit dem Bezug der neuen Zentrale verbundene Zusammenlegung der bisher fünf Verwaltungen zeigt sich auch im Haushalt: Er ist auf ein Volumen von knapp 30 Millionen Euro angewachsen, weil jetzt auch die Verteilung der Kirchensteuermittel von 24 Millionen dort verbucht werden. Der Haushaltsausgleich wird nach jetzigem Stand nur möglich durch eine Rücklagenentnahme von gut 560 000 Euro.

Das darf kein Dauerzustand werden, weil die Rücklagen momentan auch nur um die zwei Millionen Euro betragen. Aber Loerken warnte, gerade angesichts des alten Internats, vor Schnellschüssen. Die Folgen der Schließung und des Ausstiegs aus der Trägerschaft der Realschule seien damals nicht bedacht worden.

Jetzt soll ein Finanzkonzept her, um bis 2017 einen wieder strukturell ausgeglichenen Haushalt zu schaffen – auch wenn Loerken sicher ist, dass sich die Kirche von morgen durch Strukturdebatten nicht finden lässt. „Das trägt uns nicht.“

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