Mehr Besucher bei der Vernissage als in den vergangenen Jahren.

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In der Bilderreihe „Halbes Gesicht“ ergänzten die Teilnehmer halbierte Fotografien durch Malereien.

In der Bilderreihe „Halbes Gesicht“ ergänzten die Teilnehmer halbierte Fotografien durch Malereien.

Zu der Vernissage am Samstag im Gemeindezentrum Hilgen-Dünweg strömten rund hundert Besucher. Fotos (2): Nicole Haase

Nicole Haase, Bild 1 von 2

In der Bilderreihe „Halbes Gesicht“ ergänzten die Teilnehmer halbierte Fotografien durch Malereien.

Burscheid. Bei drei Grad warteten am Samstagabend bereits die Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde der Teilnehmer an den diesjährigen Kinderkunsttagen darauf, dass sich die Tür des evangelischen Gemeindezentrums Hilgen öffnen würde. Dann strömten an die hundert Besucher, begleitet von einem Trommelwirbel, in den Jugendbereich.

Der Dank von Jugendleiterin Anke Theron-Schirmer galt zur Begrüßung nicht nur den ehrenamtlichen Mitarbeitern und den Köchinnen, sondern auch dem Johanniter-Kindergarten Schützeneich, der jedes Jahr Daniel Kleinschek für die Kinderkunsttage freistellt.

Dann wurden die Besucher vorbei an Aquarellseepferdchen, Acrylbildern und dreidimensionalen Bildern geführt. Jedes Projekt wurde von zwei Künstlern vorgestellt. Nach der 50-minütigen Präsentation hatten die zahlreichen Kunstbegeisterten noch die Möglichkeit, sich mit den jungen Künstlern zu unterhalten und die einzelnen Objekte zu bestaunen.

„Es war echt cool, ich hatte viel Spaß und keine Langeweile“, erzählte der neunjährige Fabian von seinen ersten Kinderkunsttagen, „Am besten haben mir die Bilder nach Ana Biber gefallen. Sie sind so schön bunt und mehrere haben gemeinsam an einem Bild gearbeitet.“

Mit einer Gesangseinlage von Johanna Knoblauch wurden die „Rhythmusbilder“ rhythmisch präsentiert und das Publikum konnte sich gut vorstellen, wie die Kinder haben nach lauter Musik gemalt haben. Ums Malen drehte sich diesmal auch die ganze Woche.

Beim Wort Kunst denken viele zunächst ans Malen

Die Kinderkunsttage der Evangelischen Kirchengemeinde fanden zum 13. Mal statt. Ein Team aus acht ehrenamtlichen Helfern und Jugendleiterin Anke Theron-Schirmer betreuten die 33 Teilnehmer, die fast zu gleichen Teilen aus Mädchen und Jungen bestand.

Die Kinderkunsttage finden jedes Jahr in der zweiten Woche der Osterferien im Gemeindezentrum Hilgen-Dünweg statt. Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren malen, basteln und werkeln fünf Tage von 10 bis 17 Uhr.
 

„Wenn man Kunst hört, verbindet man meistens zuerst das Malen damit. In den Kinderkunsttagen hatten wir bereits so viele verschiedene Themen wie Fantasie, Papier oder Schöpfung. Diesmal haben wir ein Thema gewählt, das man direkt mit Kunst verbindet, und alle waren überrascht, was man daraus machen kann“, erzählte Teamleiterin Anke Theron-Schirmer.

Erstmals war auch eine freischaffende Künstlerin dabei: Ana Biber (alias Angelika Bierbrauer) arbeitete am Donnerstag mit den Kindern an einem Projekt. „Das hat mir großen Spaß gemacht“, sagte sie. „Ich habe bereits öfter mit Kindern zusammengearbeitet, aber es ist jedes Mal anders. Die Gruppe war sehr aufgeschlossen und interessiert. Mir wurden viele Fragen gestellt, zum Beispiel, wann ein Bild fertig sei. Ein Mädchen hat geantwortet: Dann leuchtet es. Das hat mich sehr berührt.“

Auch Anke Theron-Schirmer als einzige hauptamtliche Kraft war glücklich mit dem Verlauf: „In diesem Jahr hatten wir auch ein besonderes Team. Vier Schülerinnen des Berufskollegs Opladen haben hier ihr 80-Stunden-Praktikum absolviert. Sie sind in der Ausbildung zur Erzieherin. Und zu sehen, wie sie mit den Kindern arbeiten und umgehen, war spannend.“

Eine weitere Besonderheit: Anja Paulus, die in den vergangenen Jahren für die Teilnehmer gekocht hatte, wechselte diesmal in den künstlerischen Bereich des Teams. Theron-Schirmer freute sich zudem, „dass wir in diesem Jahr wieder mehr Gäste bei der Vernissage haben als in den vergangenen Jahren“.

Kritik ging nur an das Wetter: „Es war viel zu kalt. Wir konnten keine Projekte draußen machen wie sonst immer.“ Mitarbeiter Daniel Kleinschek fasste die Tage so zusammen: „Grandios, fantastisch, extravagant, spannend, energiegeladen, super.“

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