Weil die zwei gelieferten Fuhren nicht reichten, sammelten die EMA-Viertklässler noch weiteres Holz im Wald, um die Hecke an der Balkantrasse wieder zu füllen.
Weil die zwei gelieferten Fuhren nicht reichten, sammelten die EMA-Viertklässler noch weiteres Holz im Wald, um die Hecke an der Balkantrasse wieder zu füllen.

Weil die zwei gelieferten Fuhren nicht reichten, sammelten die EMA-Viertklässler noch weiteres Holz im Wald, um die Hecke an der Balkantrasse wieder zu füllen.

Doro Siewert

Weil die zwei gelieferten Fuhren nicht reichten, sammelten die EMA-Viertklässler noch weiteres Holz im Wald, um die Hecke an der Balkantrasse wieder zu füllen.

Burscheid. Ursprünglich war die Aktion anders gedacht gewesen. Die Totholzhecke, die ab dem Sportplatzweg in Hilgen auf einer Länge von 135 Metern eine Absturzsicherung für die Nutzer der Balkantrasse bildet, sollte im Rahmen der Umweltwoche eigentlich im hinteren Teil aufgefüllt werden, wo sie bislang niedriger war.

Aber dann las Umweltwochen-Organisator Uwe Graetke am Montagmorgen im BV von der mittlerweile fünften Brandstiftung an dieser Stelle und entschied gleich vor Ort: Stattdessen soll die Aktion im Rahmen der Umweltwoche jetzt dem vorderen, durch das Feuer beschädigten Bereich gelten.

Also packten die Klassen 4b von Lehrerin Catherine Krause und 4c von Lehrerin Barbara Hoeveler die vom Wermelskirchener Forstbetrieb Utech gelieferten zwei Fuhren Holz ab dem frühen Morgen in die entstandenen Brandlücken. Das gelieferte Holz reichte aber bei Weitem nicht aus. Drum zogen die Kinder immer wieder in den Wald und sammelten weiteres Material.

Schon vor vier Jahren an der Hecke mitgearbeitet

Lehrerin Hoeveler hatte mit ihrer damaligen Klasse schon vor vier Jahren eine Woche lang an der Hecke mitgearbeitet, nachdem die ersten Arbeiten 2011 durch das internationale Jugendcamp erfolgt waren. Die mutwillige Zerstörung durch die Brandstiftungen bezeichnet sie als „sehr ärgerlich“ und trifft damit auch den Nerv der Kinder: „Ich finde das schlimm“, sagt beispielsweise Alan (11). „Wir haben uns viel Mühe gegeben, alles neu zu machen.“

Uwe Graetke weiß schon von Anwohnern zu berichten, die regelrecht Angst haben vor weiteren Brandstiftungen. „Und im Sommer steigt ja auch die Waldbrandgefahr.“ Trotzdem sind sich alle Beteiligten einig: Wegen des unbekannten Brandstifters, der auch schon Gartenhäuser und Scheunen angezündet hat, wird auf einen Wiederaufbau der Hecke auf keinen Fall verzichtet. „Sonst kann man gleich alle Projekte einstellen“, sagt Förster Hans-Christian Ludwig. So könnten die Schüler einerseits sehen, was alles zerstört ist, und andererseits erleben, welche Arbeit in der Hecke steckt. Das nennt man Prävention.

Ludwig begleitet das Projekt und will den Kindern den doppelten Nutzen der Hecke vermitteln: erstens für die Absturzsicherung, zweitens aber auch als Lebensraum für Kleinlebewesen. „Durch sie wird der biologische Kreislauf der Mineralisierung im Wald aufrechterhalten.“

Der eine Vormittag bot aber nicht genügend Zeit, um alle Feuerschäden zu beheben, zumal auch noch einige neue Pfähle eingeschlagen werden mussten. Möglicherweise wird die Stadt wie schon mehrfach in der Vergangenheit die Firma Utech mit weiteren Arbeiten beauftragen. Und Förster Ludwig sprach schon mal gleich eine Einladung an die beiden Grundschullehrerinnen aus: „Wenn Sie Spaß daran haben, können wir auch gerne außerhalb der Umweltwoche weitermachen.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer