„Daisy“ brachte Wind und Schnee. Größere Probleme gab es aber nicht.

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Voller Einsatz für die Mitarbeiter des Baubetriebshof – sie waren 23 Stunden auf den Straßen unterwegs.

Voller Einsatz für die Mitarbeiter des Baubetriebshof – sie waren 23 Stunden auf den Straßen unterwegs.

Barbara Sarx

Voller Einsatz für die Mitarbeiter des Baubetriebshof – sie waren 23 Stunden auf den Straßen unterwegs.

Burscheid. Wer am Freitag den Einkauf fürs Wochenende tätigen wollte, musste viel Zeit, Geduld und gute Nerven mitbringen. Leergefegte Regale und lange Schlangen an den Kassen der hiesigen Supermärkte waren die ungewöhnlichen Vorboten eines Tiefdruckgebietes namens Daisy, das Burscheid im Großen und Ganzen verschont hat.

Der angekündigte Schnee kam später als gedacht und auch nicht in der prognostizierten Menge. Durch die Warnmeldungen der Meteorologen sahen sich trotzdem viele dazu veranlasst, Hamsterkäufe zu tätigen. Ein anderes Bild zeigte sich dann am Samstag. Viele ließen das Auto stehen und blieben zu Hause, die Innenstadt war ungewöhnlich leer. Die Ruhe nach einem Sturm, der glücklicherweise gar nicht kam.

Ein ruhiges Wochenende für die Rettungskräfte

So musste die Burscheider Feuerwehr am Wochenende nur zweimal ausrücken - noch bevor Daisy ihre Schneeflocken mitbrachte. Zuerst gab es am Freitagnachmittag in Dünweg einen Verkehrsunfall, am Abend brannte In der Dellen ein Kamin.

Für Wehrleiter Achim Lütz war es "angesichts der Witterungsbedingungen fast schon zu ruhig". Dabei hatten sich die Rettungskräfte auf viel Arbeit eingestellt und einige Fahrzeuge vorsichtshalber mit Schneeketten ausgerüstet. "Man weiß ja nicht, was nachts kommt. Und erst im Ernstfall die Ketten aufzuziehen, würde zu viel Zeit kosten."

Der Baubetriebshof war am Wochenende mit acht Mann, drei Lkw und einem Traktor im Einsatz. Von Samstagmorgen 4 Uhr an sorgten sie dafür, dass die Verkehrswege in und um Burscheid passierbar blieben. Und das, obwohl das Streusalz währenddessen endgültig zur Neige ging.

Die letzte Ladung Salz kam am Samstag auf die Straße

Da der Baubetriebshof das letzte Streusalz aufgebraucht hat, musste bereits am Wochenende auf Asche zurückgegriffen werden. Doch auch diese Vorräte sind inzwischen leer, sodass erst einmal Split gestreut wird. Wann die Salzvorräte wieder aufgefüllt werden, ist derzeit noch unklar.

Die letzte Ladung Salz wurde mit einem Unimog auf den Hauptverkehrswegen verteilt. Zwar sei man wie immer sparsam mit dem Streumittel umgegangen, "aber was mir machen müssen, müssen wir machen", so Straßenwärter Frank Schmidt, der auch keine Zwischenfälle und "insgesamt wenig Verkehr" verzeichnen konnte.

Mit dem Traktor wurden einige Wege im Innenstadtbereich, vor allem an Ampeln und Kreuzungen, gestreut. Die restlichen Verkehrswege wurden anschließend mit Asche präpariert.

Größere Schneeverwehungen gab es vor allem an ungeschützten Stellen in Wietsche, Dom, Heide und Witzhelden. Von Samstagmorgen bis Sonntagnachmittag waren die Mitarbeiter des Baubetriebshofs 23 Stunden im Einsatz.

Auch die Polizei verzeichnete im Kreisgebiet nicht übermäßig viele Einsätze aufgrund der Witterungsverhältnisse. "Es war nicht so dramatisch wie befürchtet", resümierte Hubert Klug, Dienstgruppenleiter der Leitstelle Rheinisch-Bergischer Kreis. Man habe keine signifikante Mehrbelastung durch Glatteis und die vorhergesagten Schneefälle gespürt.

"Die Leute haben auf die Warnmeldungen reagiert, viele sind zu Hause geblieben." Blechschäden aufgrund von Glatteis habe es vor allem in den höheren Lagen des Kreisgebietes gegeben.

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