Die Musikschule hat am Samstag den talentiertesten Schülerinnen und Schülern ein Forum auf der Bühne gegeben. Die Kinder haben es genutzt und voll und ganz überzeugt. Das Format soll jährlich stattfinden.

Die Musikschule hat am Samstag den talentiertesten Schülerinnen und Schülern ein Forum auf der Bühne gegeben. Die Kinder haben es genutzt und voll und ganz überzeugt. Das Format soll jährlich stattfinden.
Felix Schiele, mit sechs Jahren der jüngste Musiker, spielte „Pippi Langstrumpf“ und Johannes Brahms „Guten Abend, gute Nacht“.

Felix Schiele, mit sechs Jahren der jüngste Musiker, spielte „Pippi Langstrumpf“ und Johannes Brahms „Guten Abend, gute Nacht“.

Konstantin Winterfeld und Ichiko Dozaka (beide acht Jahre) spielten „Espana Cani“ und „An old Bell“.

D. Siewert, Bild 1 von 2

Felix Schiele, mit sechs Jahren der jüngste Musiker, spielte „Pippi Langstrumpf“ und Johannes Brahms „Guten Abend, gute Nacht“.

Burscheid. Ein wunderschönes, niveauvolles Konzert konnten die Besucher am Samstagabend im Haus der Kunst genießen. Unter dem Titel „Highlights“ hatte die Musikschule Burscheid zu einem Abend eingeladen, an dem junge, besonders talentierte Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Instrumentengattungen ihr Können zeigten. „Sie alle haben im vergangenen Jahr besondere Aufmerksamkeit bei den Konzerten der Musikschule erzielen können. Die Dozentinnen und Dozenten haben die Kandidaten vorgeschlagen, die heute Abend spielen“, sagte Musikschulleiter Thomas Kinzel. Eine Veranstaltung, die zum ersten Mal in dieser Form für ambitionierte Kinder stattfand und zu der die Musikschule zukünftig in jedem Jahr einladen will.

Der jüngste Musiker war erst sechs - aber schon ein richtiger Profi

Den Anfang des wunderschönen Konzerts machte der Jüngste – der erst sechs Jahre alte Felix Schiele. Nur knapp größer als sein Cello spielte er drei Lieder, darunter auch die Titelmelodie von „Pippi Langstrumpf“ und Johannes Brahms „Guten Abend, gute Nacht“. Er machte seine Sache toll und verbeugte sich schon ganz professionell nach seinem Spiel, für das er natürlich viel Applaus bekam.

Ebenso wie sein achtjähriger Bruder Simon mit der Violine, der sich „Rondo alla turca“ ausgesucht hatte. Gleichermaßen beeindruckend aber auch das Können aller anderen Musikerinnen, Musiker und Sängerinnen.

Ausschnitte aus ihrem Programm für den Wettbewerb „Jugend musiziert“ präsentierten etwa Ichiko Dozaka (8) und Konstatin Winterfeld (8) mit ihrem temperamentvoll gespielten „Espana Cani“ und „An old Bell“.

Eine Generalprobe für die Prüfung war es auch für Peter Felix (17) mit der Konzertgitarre und für Sonja Wetzel (17) mit der Querflöte. Kein leichtes Stück hatte sich Maria Häuser (12) mit dem „Czardas“ von Vittorio Monti ausgesucht. Sie beherrschte ihr Instrument, die Violine aber so souverän, dass sie einen besonders herzlichen Applaus bekam.

„Hier mitzuspielen, das ist eine Auszeichnung für ihr erstaunliches Können“

Thomas Kinzel, Musikschulleiter

Das bekannte Stück „Eleanor Rigby“ von Lennon/McCartney spielte der vierzehnjährige Gitarrist Fabian Schneider, einen populären Song hatte sich auch Katrin Moor (17) mit „Havanna“ ausgesucht, den sie auf dem Klavier darbot.

Auch stimmlich hatte das Konzert mit den Auftritten der beiden Sängerinnen Amelie Matis (16) und Laura Smolik (17) viel zu bieten. Die einzige erwachsene Teilnehmerin Ulrike Walter begeisterte mit einer Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart und Leni Finja Busan (10) mit dem sicherlich auch nicht leicht zu spielenden „Rhythmischen Duettino von Petr Eben mit der Querflöte. Ebenso überzeugend die beiden Querflöten-Spieler Anna Mebus (9) mit einer Serenade und Karl Comberg mit einer Sonate.

„Es ist schon ambitioniert, zu einem solchen Konzert an einem Samstagabend einzuladen“, befand der Vorsitzende der Musikschule Michael Baggeler. Aber der Erfolg gebe der Musikschule Recht. „Erstmals haben wir auch einen Eintritt verlangt, um für die Kinder eine echte Konzertatmosphäre zu schaffen“, ergänzt Thomas Kinzel. Aber hier mitzuspielen, das sei ja auch eine Auszeichnung für ihr erstaunliches Können. „Auch wenn ein junger Musiker mal rauskommt und es dann wieder schafft, in sein Spiel zu finden, ist das eine Leistung. Das ist nämlich sehr schwer“, nennt der Experte eine Hürde, die gemeistert werden muss.

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