Die Burscheider Kolpingsfamilie feiert ihren 125. Geburtstag und will sich weiter für soziale Belange einsetzen.

wza_1500x896_553475.jpeg
Caelearis Mutalemwa (vorne), Vorsitzender des Kolpingwerks Tansania, überreichte seinen Burscheider Gastgebern als Festgeschenk zwei Kerzenständer aus Holz.

Caelearis Mutalemwa (vorne), Vorsitzender des Kolpingwerks Tansania, überreichte seinen Burscheider Gastgebern als Festgeschenk zwei Kerzenständer aus Holz.

Caelearis Mutalemwa (vorne), Vorsitzender des Kolpingwerks Tansania, überreichte seinen Burscheider Gastgebern als Festgeschenk zwei Kerzenständer aus Holz.

Burscheid. "Zum 150-jährigen...". Dieser Versprecher des Diözesanvorsitzenden Martin Rose war kein Einzelfall. Es schien, als wollte die Burscheider Kolpingsfamilie auf ihrem Festakt im katholischen Pfarrheim gleich noch die kommenden 25 Jahre ihres Bestehens mitfeiern. Man blickte häufig in die Zukunft und überließ den Rückblick der Festschrift und einer Bilderschau.

Rose rief als Vorsitzender aller 140 Kolpingsfamilien im Bistum Köln auch die Burscheider auf, sich konkret einzubringen. Er fragte: "Wann haben Sie den letzten Leserbrief geschrieben?" Besonders das Thema Bildung sei ein altes Anliegen des als Gesellenverein gegründeten Sozialverbandes.

Rose spekulierte, was wäre, wenn der Urahn der Kolpingsfamilie heute noch lebte: "Er würde an der hiesigen Hauptschule fragen: Was können wir tun, damit die Jugendlichen, die vor der Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit stehen, Zugang zu Bildung bekommen?"

Die Mitgliederzahlen der Kolpingsfamilie steigen an

Diese Rede war ganz im Sinne des Vorsitzenden der Burscheider Kolpingsfamilie, Christoph Dürdoth. Auch er glaubt fest an die Zukunft seiner Vereinigung und setzt dabei vor allem auf die Kolpingjugend.

Er sagt: "Wir haben steigende Mitgliederzahlen und engagieren uns stark in der Jugendarbeit." Die Zusammenarbeit mit der Partnergemeinde Bukoba in Tansania ist den Burscheider Kolpingleuten ein großes Anliegen.

Gründung des Burscheider Gesellenvereins durch Handwerksgesellen.

Bei Ausbruch des Weltkrieges werden fast alle Kolpingmitglieder zum Kriegsdienst einberufen.

Am 1. Mai kommt es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit SA-Leuten. 1935 werden alle Bücher und Vermögenswerte der Burscheider Kolpingsfamilie beschlagnahmt.

In diesem Jahr wird die Kolpingsfamilie wieder gegründet. 1950 wird ein Vereinsheim an der Luisenstraße gebaut.

Die Gruppe zieht um ins Pfarrjugendheim an der Rat-Deycks-Straße.

So war es Caelearis Mutalemwa, Landesvorsitzender des Kolpingwerk Tansania, eine Ehre, sich persönlich für die Hilfe zu bedanken. Er hatte zwei hölzerne Kerzenständer mitgebracht, die drei Menschen zeigen: "Einen Mann, eine Frau und einen Menschen, der sich selbst nicht helfen kann", erklärte Mutalemwa. Ein Symbol dafür, dass sich die Kolpingfamilie auch um die Schwachen kümmert.

Bürgermeister Hans Dieter Kahrl erinnerte an die geleistete Arbeit der Kolpings zum Weltjugendtag und lobte auch die Altersstruktur des Vereins: "Die Mitglieder sind zwischen 13 und 81 Jahre alt."

Von den 86 Mitgliedern gehören etwa 20 zur Kolpingjugend. Zum Festakt waren aber auch noch einige der Neubegründer von 1947 anwesend.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer