Die Vorbereitungen auf dem Baubetriebshof laufen – die Bauern hoffen auf Frost.

Witterung
Insgesamt gibt es aber noch 370 Tonnen Salz, mit denen bei einem Wintereinbruch die Streufahrzeuge per Silo befüllt werden können.

Insgesamt gibt es aber noch 370 Tonnen Salz, mit denen bei einem Wintereinbruch die Streufahrzeuge per Silo befüllt werden können.

Schlaglöcher wie hier in der Straße Luisenhöhe gibt es in diesem Winter deutlich weniger – aber das kann ja noch kommen.

Baubetriebshof-Mitarbeiter Matthias Lorenz (l.) und Alexander Knorr „kratzen“ ein paar kleinere Salzvorräte an der Industriestraße zusammen.

Barbara Sarx, Bild 1 von 3

Insgesamt gibt es aber noch 370 Tonnen Salz, mit denen bei einem Wintereinbruch die Streufahrzeuge per Silo befüllt werden können.

Burscheid. Den einen ist es zu warm, den anderen zu nass. Doch damit ist bald Schluss. Die Meteorologen sagen einen eiskalten Temperatursturz voraus. Schon Freitagnacht ist Frost demnach nicht auszuschließen. Und in der kommende Woche könnte es bis auf minus fünf Grad runtergehen.

Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs, die die vergangenen Feier- und Ferientage ohne Alarmbereitschaft verbringen konnten, stehen deshalb spätestens kommenden Freitag wieder auf „Standby“. „Wenn es bei den Prognosen bleibt, werden wir nachts um drei Uhr einen Mitarbeiter rausschicken, um die Straßen zu kontrollieren“, sagt Janusz Milejski, Chef des Baubetriebshofs. Und damit beginnt dann wieder der Winteralltag auch für die Kollegen. Neun Mitarbeiter und sechs Fahrzeuge können sofort in Alarmbereitschaft versetzt werden. Und Salz ist noch ausreichend vorhanden: 370 Tonnen. Allerdings: Das kurze Wintergastspiel im Dezember war umso heftiger. Ganze 100 Tonnen Salz mussten hierfür bereits auf die Straße gebracht werden.

Kleinere Frostschäden trotz eines bislang warmen Winters

Und so ganz ohne waren die Tage auch aus Sicht der Technischen Werke Burscheid nicht. „Wir haben schon ein paar Frostaufbrüche in einigen Straßen“, erklärt Vorstandssprecher Jürgen Malzkuhn. Aber längst nicht so wie in den heftigen Wintern der vorvergangenen beiden Jahre. Und noch sei nicht abzusehen, ob der Winterdienst ähnlich preiswert wird, wie im vergangenen Jahr. Durch fehlende Einsätze aufgrund milder Temperaturen im Winter 2011/12 konnten die Gebühren für die Straßenreinigung um 51 Cent pro laufendem Grundstücksmeter gesenkt werden. Müssen die Mitarbeiter des Baubetriebshofs nicht ausrücken, wird das Gebührenniveau vermutlich nicht gravierend steigen.

Frost ist gut für den Boden, damit die Schädlinge absterben

Doch abgerechnet wird erst zum Schluss. Denn: „Die Kälte ist auf dem Vormarsch“, vermutet auch Frank Paas, Sprecher der Ortsbauernschaft. Und in der Kostenbilanz der Landwirte könnte sich ein Witterungsumschwung im Gegensatz zum Winterdienst der Stadt positiv auswirken. „Wir brauchen länger andauernden Frost, damit er ein bisschen tiefer in die Erde dringt, um die Schädlinge zu dezimieren.“ Denn von diesen profitieren wiederum Nager wie Wühlmäuse, die sich entsprechend gut ernähren, fortpflanzen und in ganzen Kolonien verheerende Schäden anrichten können.

Hohe Schäden im Straßenverkehr beschäftigen dagegen die Polizei im Winter. „Die Zahlen von Bagatellunfällen steigen mit Schnee und Eis“, erklärt Kreispolizeisprecher Peter Raubuch. Im Gegensatz zu winterlichem Wetter mit entsprechenden Niederschlägen sei die Verkehrslage zurzeit sehr entspannt. Das kann sich bald ändern.

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