Etwa 35 Burscheider nahmen am ersten Stammtisch von Wohnquartier 4 teil. Alle Beteiligten sehen in der Veranstaltung einen gelungenen Auftakt.

wza_1500x1001_537532.jpeg
Unter freiem Himmel diskutieren die Bürger darüber, wie die Stadt für Jung und Alt attraktiver gestaltet werden kann.

Unter freiem Himmel diskutieren die Bürger darüber, wie die Stadt für Jung und Alt attraktiver gestaltet werden kann.

Doro Siewert

Unter freiem Himmel diskutieren die Bürger darüber, wie die Stadt für Jung und Alt attraktiver gestaltet werden kann.

Burscheid. 35 Burscheider haben am Mittwochabend den Weg zum ersten Bürgerstammtisch in der Gaststätte Treffpunkt gefunden. Wie berichtet, hatte die "Initiative Wohnquartier 4 - Burscheid" eingeladen, um der Frage auf den Grund zu gehen: "Wie wollen wir morgen leben?"

Dass dies auch für die Verwaltung eine Herausforderung sein muss, meinte Waltraud Lungstraß: "Die Menschen werden immer älter. Da muss die Stadt drauf reagieren."

Zum Auftakt der Veranstaltung richtete die Sprecherin der Initiative, Silke Riemscheid, einige Worte an die erschienenen Bürger.

Es sollen, so Riemscheid, "Brücken geschlagen werden zwischen der Stadt und ihren Bürgern". Ziel sei es, "sämtliche Ideen zusammenzutragen, um die Stadt für Jung und Alt attraktiver zu gestalten".

Außerdem soll die Stadt, in Zusammenarbeit mit den Bürgern, altersgerechter gestaltet und "fit für den demographischen Wandel" gemacht werden.

Insgesamt bildeten sich am Mittwochabend vier große Tische, an denen angeregt diskutiert und geklönt wurde. Auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Stephan Caplan (CDU) und Michael Baggeler (BfB) sowie der amtierende Bürgermeister Hans Dieter Kahrl (CDU) nahmen Platz.

Eine große geschlossene Runde wäre schwierig umzusetzen gewesen, da in dem Biergarten unter freiem Himmel weiter entfernte Teilnehmer der Runde nur sehr schwer zu verstehen gewesen wären.

Doch es ging trotzdem ans Eingemachte: So forderte ein Teilnehmer unter Zustimmung der Anwesenden, dass die Eintrittspreise des Burscheider Bads von 6 Euro auf 4Euro gesenkt werden müssten. Der Betrag sei zu hoch für die Badegäste.

"Die Menschen werden immer älter. Da muss die Stadt drauf reagieren."

Waltraud Lungstraß, Bürgerin

Offenbar gibt es auch eine Unzufriedenheit darüber, dass viele Veranstaltungen in Burscheid parallel stattfinden. Um dieses Problem zu lösen, sollten sich die Organisatoren per Newsletters informieren, wer welche Termin-Vorstellungen hat.

Kritik wurde auch laut, als es um die Straße zwischen dem Sonnenstudio an der Kreuzung Mittelstraße und der Hugo-Pulvermacher-Halle ging - dem "Nürburgring von Burscheid", wie Klaus Hopstätter meinte. Viele Autofahrer nutzten die Abfahrt durch "das Tal", um nochmal richtig Gas zu geben. Neben einer enormen Lärmbelästigung bestehe eine hohe Unfallgefahr, da die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer häufig nicht eingehalten würden.

Wegen der großen Resonanz und der inhaltlich substanziellen Diskussion bezeichnete Silke Riemscheid den Abend als "vollends gelungen und erfolgreich".

17 Zettel aus der 1000-Wünsche-Box, die bereits seit einigen Tagen im Foyer des Rathaus für alle Bürger steht, wurden bis zum Ende der Veranstaltung ausgefüllt und zurückgegeben.

Die Inhalte sollen beim nächsten Bürgerstammtisch angesprochen werden. Idee ist, den Stammtisch jeweils abwechselnd in Burscheid und Hilgen zu veranstalten. Jeweils am ersten Mittwoch des Monats soll sich in Burscheid getroffen werden.

Für Hilgen ist entweder der erste oder der zweite Montag des Monats angedacht. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer