Gewerkschaft kritisiert die Entscheidung im Behrent-Fall.

Burscheid. Federal-Mogul (FM) hat in einer Stellungnahme die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) im Fall des Jugendvertreters Maurice Behrent begrüßt. Wie berichtet hatte das LAG am Donnerstag ein Urteil des Arbeitsgerichts Solingen aufgehoben. FM sei nicht zuzumuten, so die Düsseldorfer Berufungsinstanz, für eine unbefristete Übernahme des Jugendvertreters einen Mitarbeiter der Stammbelegschaft kündigen zu müssen. Das Unternehmen habe Behrent auch nicht eine drei Monate zuvor frei gewordene Stelle freihalten müssen.

"Entgegen Behauptungen der IG Metall hat FM in der Vergangenheit stets Jugendausbildungsvertreter übernommen, wenn die Beschäftigungssituation dies erlaubte", heißt es in der Stellungnahme von FM. Zum Zeitpunkt des Ausbildungsendes von Behrent Ende Januar 2009 war das Unternehmen aber im Stellenabbau begriffen. Das Betriebsverfassungsgesetz garantiert Jugendvertretern eine unbefristete Übernahme, wenn nicht dringende betriebliche Gründe dagegensprechen. FM hatte Behrent nach eigenen Angaben aber als Entgegenkommen einen befristeten Arbeitsvertrag angeboten.

Die IG Metall will das Urteil nicht hinnehmen. "Wir können die Entscheidung des LAG nicht nachvollziehen", sagt IG-Metall-Bevollmächtigter Witich Roßmann. Die Gewerkschaft sei bereit, das Verfahren fortzuführen und den Fall vor das Bundesarbeitsgericht tragen. "Wichtig ist jetzt, dass der Jugendvertreter seinen Aufgaben weiter nachkommen kann."

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