Fast drei Stunden sorgen Kölner Karnevalisten für Adventsstimmung in der Hoersch-Halle.

Weihnachten Us kÖLLE
Die jungen Trompeter waren einer der Garanten für einen stimmungsvollen Abend in der Hans-Hoersch-Halle.

Die jungen Trompeter waren einer der Garanten für einen stimmungsvollen Abend in der Hans-Hoersch-Halle.

Venn, J.

Die jungen Trompeter waren einer der Garanten für einen stimmungsvollen Abend in der Hans-Hoersch-Halle.

Burscheid. Dass die Kölner gut „fiere un laache künne“, ist auch im Bergischen Land bekannt, schließlich gehört die fünfte Jahreszeit auch hier quasi mit zum Kulturgut.

Dass die Kölner sich aber auch vortrefflich auf die Weihnachtszeit verstehen und ein besinnlicher Abend durchaus mit der Kölner Humor- und Gesangsfraktion harmoniert, bewies am Samstagabend eine etwas andere Weihnachtsveranstaltung.

Wer den Weg in die Hans-Hoersch-Halle fand, konnte knapp drei Stunden Weihnachten op Kölsch erleben. Dafür lockte der Kulturverein Burscheid diverse Künstler aus der Domstadt in die Halle an der Höhestraße, die eine bunte Mischung aus kölschem Liedgut, humorvollen Vorträgen und besinnlich- nachdenklichen Themen im Gepäck hatten.

Über der Bühne prangte in großen, weihnachtlich roten Lettern der Name der Veranstaltung: „Weihnachten us Kölle“. Darunter führte Heinz Gert „das Bärchen“ Sester gekonnt durch den Abend. Neben der Moderation hatte der Kommandant der Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel aber auch selbst das ein oder andere Verzällcher zu erzählen.

Für die musikalische Leitung des Abends war Michael Gerold verantwortlich. Der junge Mann hinter dem Keyboard war, ebenso wie „das Bärchen“, die ganze Zeit auf der Bühne zugegen und sorgte dafür, dass alles nach Plan verlief.

King Size Dick hat das Publikum schnell auf seiner Seite

Gleich der erste Künstler des Abends war ein Schwergewicht. Und das nicht nur wegen seines Namens. Der stimmgewaltige Urkölner King Size Dick hatte das Publikum der nicht ganz gefüllten Hans-Hoersch-Halle von der ersten Sekunde an im Griff. „Et is ejal, ob et voll is. Mer fiere notfalls och mit zehn Mann.“

Als King Size Dick dann seine Version vom „Winterwunderland“ inklusive Luftgitarrensolo intonierte, hatte er die gesangliche Unterstützung des Publikums sicher. „Wir haben unseren Eltern Karten geschenkt, die sind Fans vom King Size. Und ich muss sagen, dass das Ganze hier ein echt schöner Abend war. Allemal besser, als dem lahmen Gottschalk zuzugucken“, resümierte Yannick Hoffmanns.

Neben rockigen Nummern wurden auch besinnliche Geschichten der einzelnen Künstler vorgetragen. Diese Beiträge rahmten das Liedgut ein und rundeten das stimmige Programm vollends ab.

Nach dem gelungenen Auftakt spielten „die jungen Trompeter“ ihre Instrumentalversionen der bekanntesten Weihnachtslieder. Die schicken Herren in Anzug und roter Fliege hatten dabei neben klassischen Liedern auch ein karibisches Stück sowie die Premiere ihres neuen Liedes „Holy Night“ im Gepäck.

Ralph Kuhn alias „Ne Usjeflippte“ wiederum erzählte mehrere Krätzje und trat als singender Nikolaus auf. Richtig voll auf der Bühne wurde es beim Auftritt der „Kölschen Adler“. Die acht Musiker rockten mit Schlagzeug, Gitarren und Bläsern die Bühne.

Hänneschen-Regisseur Udo Müller einer der Höhepunkte

Ein Highlight war sicher der Auftritt von Udo Müller. Der Regisseur und Puppenspieler des Hänneschentheaters hatte neben schönen, musikalisch erzählten Geschichten auch das traurige Lied „Ich wünsch mir vom Christkind nen Papa“ mitgebracht.

Den letzten Auftritt übernahmen schließlich die „Rabaue“, die mit kölschen Weihnachtsliedern und dem Bläck-Fööss-Klassiker „Drink doch ene met“ die besinnliche Weihnachtszeit endgültig einläuteten.

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