Vorsitzender will eine Dokumentation der umstrittenen Bestellung von zwölf Containern zusammenstellen.

Burscheid. Martin Heykants will die Kritiker an einen Tisch holen. Der Vorsitzende der Burscheider Tafel reagiert damit auf die anhaltende Diskussion über die Bestellung von zwölf Containern für die neue Unterkunft der Hilfsinitiative. Außerdem hat Heykants angekündigt, eine Dokumentation des Entscheidungsweges zusammenzustellen. Erst dann wolle er sich auch öffentlich zu den wiederholten Vorwürfen äußern. Auf dieses Vorgehen habe er sich in Absprache mit den anderen Vorstandsmitgliedern verständigt.

Wie berichtet sind die gebrauchten Container (Baujahr 1994; angeblich 2006 zum letzten Mal geprüft) bei der ostfriesischen Firma Steenhoff bestellt worden, bei der auch Heykants Neffe beschäftigt ist. Insgesamt sind für die Containerlösung 64 000 Euro veranschlagt, finanziert aus Spendenmitteln.

Auf der Jahreshauptversammlung hatte Kassenprüferin Ursula Diesterhöft-Lehwald die Bestellung kritisiert. Sie stört sich sowohl an der Vorauszahlung von 26 000 Euro als auch an der 5000-Euro-Spende, die die Firma Steenhoff im Gegenzug an die Tafel geleistet hat. Die Container seien womöglich in der Region preiswerter zu bestellen gewesen, glaubt nicht nur sie. Heykants will jetzt auch das Gespräch mit der Kassenprüferin suchen.

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