Der Vorstand wirbt für Geduld, will sich aber auch um kurzfristige Verbesserungen im Ablauf bemühen.

Burscheid. Ein Auseinandergehen der Bergischen Panther im Seniorenbereich steht nicht zur Diskussion. "Es gibt ein klares Votum der drei Hauptvereine und des jetzigen Vorstands für die Panther", sagte der stellvertretende Vorsitzende Arne Stockhecke nach der Versammlung am Dienstagabend in der Max-Siebold-Halle.

Der verbliebene fünfköpfige Panther-Vorstand sowie rund hundert Vertreter der drei Trägervereine Burscheider TG, TG Hilgen und TV Witzhelden und der zehn Seniorenmannschaften hatten anderthalb Stunden aufgearbeitet, woran es derzeit bei der seit 2009 bestehenden Handballspielgemeinschaft hakt. Anlass waren der zum Jahresende angekündigte Rückzug des Vorsitzenden Udo Birkenbeul sowie Klagen über mangelnde Unterstützung im Umfeld des Seniorenbereichs.

"Dass es in den Vereinen immer zu wenig Leute gibt, die mithelfen, ist normal. Das Problem ist, dass es bei unserer Größe extrem auffällt", sagt Stockhecke. Die Aussprache sei wichtig gewesen, weil die gegenseitige Kritik nun auf dem Tisch liege. "Wir als Vorstand wurden zum Beispiel kritisiert, dass wir nicht präsent genug seien. Wir haben uns dann bemüht, begreiflich zu machen, dass es sich um ein Ehrenamt handelt, viele im Vorstand selbstständig sind und sich zunächst einmal um ihre Firma kümmern müssen."

Moniert wurde auch die Zerfaserung der Spieltage, die es nicht mehr erlaubt, mehrere Mannschaften hintereinander zu sehen und so das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Zudem wurde eine gleichmäßigere Verteilung der Geldmittel angemahnt.

Pro Mannschaft zwei Ansprechpartner

Der Vorstand, so Stockhecke, habe seinerseits an die Mannschaften appelliert, "dass wir ihre Unterstützung brauchen". Auch müsse die Erwartungshaltung reduziert werden. "Wir sind alle keine Profis. Und es wird sicher nicht so sein, dass am Ende der Saison nun alles wirklich toll ist. Da müssen wir in einem Drei- oder sogar Fünfjahreszeitraum denken."

Gleichwohl soll es auch kurzfristige Verbesserungen geben. So wünscht sich der Vorstand für jede Seniorenmannschaft zwei Ansprechpartner, die den sportlichen wie auch den Eventbereich (zum Beispiel das Angebot von Essen und Trinken bei den Spielen) abdecken. "Nächste Woche wollen wir im Vorstand die Konsequenzen besprechen, die wir aus den Anregungen der Versammlung ziehen, und auch in die Mannschaften gehen", kündigt Stockhecke an.

Wer künftig die Panther leitet, ist noch offen. Zunächst muss die TGH einen Nachfolger für Udo Birkenbeul benennen, damit der paritätisch von allen drei Vereinen besetzte sechsköpfige Panther-Vorstand wieder komplett ist. Erst dann kann über den neuen Vorsitzenden entschieden werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer