Das 13 Jahre alte Talent der BTG hat erst im Finale der Westdeutschen Meisterschaft in Dormagen die ersten Punkte kassiert.

Das 13 Jahre alte Talent der BTG hat erst im Finale der Westdeutschen Meisterschaft in Dormagen die ersten Punkte kassiert.
Maja Halfmann setzt sich durch. Aus ihrem Haltegriff gab es für die Gegnerin kein Entkommen.

Maja Halfmann setzt sich durch. Aus ihrem Haltegriff gab es für die Gegnerin kein Entkommen.

Ralf Paarmann/adpresso

Maja Halfmann setzt sich durch. Aus ihrem Haltegriff gab es für die Gegnerin kein Entkommen.

Burscheid. Maja Halfmann hat sich am Wochenende den zweiten Platz bei den Westdeutschen U15-Einzelmeisterschaften in Dormagen sichern können.

Dieses Turnier ist die höchste Meisterschaft für die Unter-15-Jährigen. Knapp 300 Jugendliche hatten sich im Vorfeld auf ihren Kreis- und Bezirkseinzelmeisterschaften für das große Finale qualifiziert. Der Weg dorthin ist besonders für Burscheider Kämpfer sehr steinig, denn er führt für sie über den größten der fünf Nordrhein-Westfälischen Bezirke. Bei den Kölner Bezirkseinzelmeisterschaften muss man einen der drei ersten Plätze belegen. Die dreizehnjährige Maja Halfmann hatte dies eine Woche zuvor erreicht. Zu den Bezirksmeisterschaften reiste sie als einzige Vertreterin der BTG an und sicherte sich dort den Titel.

Die Aufgabe: gegen 16 Gegnerinnen besiegen

Als amtierende Bezirksmeisterin ging es für sie in Begleitung ihrer Eltern und des BTG-Cheftrainers Selvet Keles nach Dormagen. Im größten Teilnehmerfeld des Tages, in der Gewichtsklasse bis 57 Kilo, musste sich Halfmann gegen 16 Gegnerinnen durchsetzen.

Doch schon in ihrem ersten Kampf machte sie alles richtig. Gegen die hochkarätige Gegnerin vom Judoclub Wanne-Eickel ging die Burscheiderin nach wenigen Augenblicken mit Hilfe ihrer Spezialtechnik, einem Talfallzug, in Führung. Exakt diesen Wurf konnte sie kurz vor Ende erneut ansetzen. Damit war der Kampf vorzeitig zu ihren Gunsten beendet.

Die nächste Kämpferin vom JC Bottrop brachte Halfmann mit einer kleinen Fußinnensichel, einem Ko Uchi Gari, zu Fall. Anschließend setzte sie einen Haltegriff an, der ihr nach 20 Sekunden den Einzug ins Halbfinale bescherte.

Die Aussicht: Der Landestrainer hat Halfmann entdeckt

Hier bekam sie es mit der Bezirksmeisterin aus Detmold zu tun. Die reguläre Kampfzeit war erst zu einem Drittel abgelaufen, als Halfmann ihre Kontrahentin zu Boden brachte und sie in einen Haltegriff nahm, aus dem es kein Entkommen gab.

Mit einer sauberen Weste, ohne jede Gegenwertung in den vorausgegangenen Kämpfen, stand die Kämpferin der BTG im Finale der Arnsberger Bezirksmeisterin aus Dortmund gegenüber. In einem Kampf, den Halfmann lange Zeit dominierte, konnte die Gegnerin eine kurze Unaufmerksamkeit nutzen und eine kleine Wertung erzielen. Die reichte am Ende, um die Burscheiderin auf den zweiten Platz zu verweisen. Für Halfmann und ihren Heimatverein es dennoch ein herausragendes Ergebnis.

Bereits im Vorfeld der Meisterschaft wurde Halfmann vom Landestrainer Sascha Herkenrath für das Bundessichtungsturnier des Deutschen Judobundes am 18. März im Baden Württembergischen Backnang nominiert.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer