Das Bürgervotum war entscheidender als die Tatsache, dass die alte Flurbezeichnung falsch gelesen worden war.

Kulturausschuss
Werner Hambüchen (BfB) erlebte seine Premiere als neuer Vorsitzender des Kulturausschusses.

Werner Hambüchen (BfB) erlebte seine Premiere als neuer Vorsitzender des Kulturausschusses.

BfB

Werner Hambüchen (BfB) erlebte seine Premiere als neuer Vorsitzender des Kulturausschusses.

Burscheid. Die Fritz-Halbach-Straße in Hilgen erhält den neuen Namen „Am grünen Steg“. Der Kulturausschuss folgte damit einstimmig dem Vorschlag, der beim Bürgervotum die meisten Stimmen erhalten hatte.

Seitens des BfB gab es zwei Enthaltungen. Das Bündnis hatte zuvor beantragt, die tatsächliche alte Flurbezeichnung „Am grünen Weg“ zu wählen. Der Vorschlag „Am grünen Steg“ basiert nämlich auf einem Lesefehler in den alten Karten.

Auch Anwohner hatten für die Steg-Variante gestimmt

Aber mit seinem Vorstoß blieb das BfB allein. Alle anderen Parteien scheuten offenbar davor zurück, dem Bürgervotum nicht zu folgen – zumal Bürgermeister Stefan Caplan darauf verwies, dass weiter Stimmen für die Steg-Variante abgegeben worden sind, auch nachdem die Stadt darauf hingewiesen hatte, dass es eigentlich „Am grünen Weg“ heißen müsse. „Und aus der Fritz-Halbach-Straße selbst sind lange gar keine Stimmen abgegeben worden. Aber alle Anwohner, die schließlich doch mit abgestimmt haben, waren auch für die Bezeichnung ,Am grünen Steg’.“

Damit ist der Schlussstrich unter eine zweijährige kommunalpolitische Auseinandersetzung gezogen. Nach Angaben der Stadt werden jetzt die Straßenschilder bestellt, was einige Wochen dauern wird. „Währenddessen werden wir die Anwohner anschreiben und über den Beschluss informieren“, sagt der stellvertretende Stadtsprecher Marc Baack. Dass aus dem ganzen Thema inzwischen die Luft raus ist, zeigte sich an den leeren Besucherreihen; dort fanden sich nur die Fraktionsvorsitzenden Klaus Becker (SPD) und Michael Baggeler (BfB) sowie Michael Schwarz ein, einer der Initiatoren der Umbenennung.

Schon mehrfach innerhalb des Verfahrens hatte die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass für Adressänderungen in den Papieren im Zuge der Umbenennung keine Gebühren erhoben werden. „Daran hat sich nichts geändert“, bestätigte Baack nach der Ausschussentscheidung.

Die Sitzung am Dienstagabend war Werner Hambüchen ein Sprung ins kalte Wasser: Als Ratsneuling ohnehin noch nicht mit allen kommunalpolitischen Gepflogenheiten vertraut, übernahm er gleich auch den Ausschussvorsitz – und dankte zunächst seiner langjährigen Vorgängerin Silke Riemscheid mit einem Blumenstrauß für ihre Kulturarbeit. Riemscheid ist inzwischen stellvertretende Bürgermeisterin.

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