Im Stechen setzte sich der Geschäftsführer der Schützen gegen Udo Wiendl durch.

Der ehemalige Schützenkönig Frank Berger (3.v.r.) bei einer seiner letzten Amtshandlungen.
Der ehemalige Schützenkönig Frank Berger (3.v.r.) bei einer seiner letzten Amtshandlungen.

Der ehemalige Schützenkönig Frank Berger (3.v.r.) bei einer seiner letzten Amtshandlungen.

Siewert

Der ehemalige Schützenkönig Frank Berger (3.v.r.) bei einer seiner letzten Amtshandlungen.

Burscheid. Am Nachmittag des gestrigen Sonntags stand er nach einem spannenden Stechen endlich fest: Der neue König der Burscheider Schützen heißt Guido Esgen. Bereits am Vorabend wurde der Geschäftsführer der Burscheider Schützen als Favorit gehandelt, aber erst im Stechen setzte er sich mit neun Punkten klar gegen seinen Konkurrenten Udo Wiendl durch.

Aufgeregt sei er gewesen, überlegt der neue König. "Da bekommt man schon schwitzige Hände, wenn alle Augen auf einem ruhen." Aber trotz der Anspannung konnte er mit seiner Leistung überzeugen. Ambitionen habe er schon gehabt, neuer König zu werden, "und wenn man dann im Stechen ist, möchte man auch gewinnen", sagt er.

Bereits der Vater und Großvater waren Schützenkönig

Mit seiner Medaille führt Esgen eine Tradition in seiner Familie fort: Bereits sein Vater und Großvater bekleideten das Amt des Schützenkönigs und Esgen selbst war in der Saion 1986/87 Schützenprinz. "Eigentlich wurde es langsam Zeit, dass er König wird", meint der alte König Frank Berger.

Dass er sein Amt nun an Guido Esgen abgeben muss, stimmt ihn keineswegs traurig: "Mit ihm haben wir einen guten König gefunden. Er ist kreativ und reformiert den Verein ein wenig", sagt er. Für die kommende Saison schwebt dem neuen König einiges vor. "Ich habe viele Ideen im Kopf, wovon sich manches bestimmt realisieren lässt", sagt Esgen.

Nicht nur das Zepter des Königs wurde am Sonntag übergeben, auch das des Prinzen wurde neu überreicht. Im Stechen siegte Marius Letzner mit 29 geschossenen Ringen und setzte sich damit gegen seine Konkurrenten Matthias Jansen und Vincent Mudas durch. Wie der Schützenkönig kommt auch der neue Schützenprinz aus einer traditionsreichen Familie: Marius’ Vater Udo ist Jungschützenwart im Burscheider Verein und auch sein Opa Manfred Idel ist aktives Mitglied im Schützenverein. Der 16-jährige Schüler ist bereits seit 1994 Mitglied des Vereins.

Dominik Küpper, Cedric Nossek und Lea Eckner setzten sich beim Schießen mit dem Lasergewehr durch.

Zwar stand die Ermittlung des Prinzen und des Königs im Mittelpunkt des Burscheider Schützenfests, allerdings gab es weitere Höhepunkte: Am Samstagnachmittag wurde unter einem hellblauen Himmel der Festzug veranstaltet. Später am Abend wurde das Schützenhaus zum Tanzsaal umfunktioniert. Bis in die Nacht hinein feierten die Schützen ihren Ball. "Der harte Kern blieb bis zwei Uhr", sagt Frank Berger, "und dennoch waren die meisten am nächsten Morgen wieder fit", freut er sich.

Mit dem Krönungsball am Sonntagabend wurde das Zepter offiziell an den neuen König übergeben.

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