Vereine sehen jetzt die Chance auf die Realisierung neuer Plätze.

Burscheid. Guten Mutes sind die Vertreter der beiden großen Burscheider Vereine BV Burscheid und TG Hilgen nach der Veröffentlichung des Gutachtens über die Zustände der Böden auf ihren Fußballplätzen. Kaum einer zweifelt jetzt noch daran, dass nicht auf seinem Aschenboden in baldiger Zukunft der Ball auf Kunstrasen läuft.

"Das Ergebnis ist erstmal sehr positiv für uns", meint BVB-Vorsitzender Bernd Hammans. Nun müsse eine Grobplanung her um exakt zu klären: "Was kostet uns die ganze Geschichte." In zwei Monaten, so habe man es mit dem Beigeordneten Stefan Caplan vereinbart, sollen erste Zahlen vorliegen. Falls sich hierbei herausstellen sollte, dass für beide Plätze mehr als die 500.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II veranschlagt werden müssen, sei man beim BVB flexibel.

"Sicherlich werden wir alles auf die Beine stellen", meint Hammans. Möglicherweise könne man Sponsoren gewinnen, die einen Kunstrasenplatz "symbolisch quadratmeterweise finanzieren". Auf dieses Modell weist auch BfB-Bürgermeisterkandidat Michael Baggeler hin. "In Kürten-Biesfeld wurden Patenschaften über Platzanteile verkauft, um eine Finanzierungslücke zu schließen." Baggeler reagierte damit auf die Berichterstattung im Bergischen Volksboten am Freitag. Er spricht sich grundsätzlich dafür aus, Kunstrasen nur im Paket für Burscheid und Hilgen zu realisieren. "Für uns gilt der Grundsatz: Wenn, dann beide." Es gebe keinen Grund, nur einen Platz umzuwandeln.

Auch TGH-Vorsitzender Horst Buttkus ist "sehr zuversichtlich, das wir das hinkriegen". Es sei der eindeutige Wille bei Verwaltung und Politik erkennbar, Kunstrasenplätze zu verwirklichen. Allerdings äußerte er sich skeptisch über eine Zusatz-Finanzierung seitens der Vereine. Es könnten zumindest "keine großen Eigenmittel" erbracht werden. In einen städtischen Platz würde niemand investieren. Und: Immer mehr Sponsoren würden sich zurückziehen.

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