Gestaltet werden die Stützwände unter der Trassenbrücke. Bedingung ist eine künstlerische Gestaltung. Campana macht den Anfang.

Radweg
Mitte Juni wurde die Brücke Hauptstraße durch jugendliche Graffiti-Künstler gestaltet. Die seitlichen Stützmauern links und rechts werden jetzt für werbliche Zwecke zur Verfügung gestellt.

Mitte Juni wurde die Brücke Hauptstraße durch jugendliche Graffiti-Künstler gestaltet. Die seitlichen Stützmauern links und rechts werden jetzt für werbliche Zwecke zur Verfügung gestellt.

Doro Siewert

Mitte Juni wurde die Brücke Hauptstraße durch jugendliche Graffiti-Künstler gestaltet. Die seitlichen Stützmauern links und rechts werden jetzt für werbliche Zwecke zur Verfügung gestellt.

Burscheid. Zwei Monate ist es inzwischen her, dass die Brückendurchfahrt Hauptstraße auf dem Panorama-Radweg im Rahmen eines Jugendprojekts mit Graffiti-Kunst gestaltet wurde. Jetzt sollen auch die noch weißen oder beschmierten Stützmauern folgen.

Was liegt näher, als ein Motiv zu wählen, das auch mit Radfahren zu tun hat? – Das dachte sich jedenfalls Sven Riedesel, Extremsportler und Chef des Burscheider Fahrradhauses Campana im Industriegebiet. Beeindruckt vom Können des jungen Airbrush-Designers Noel Wehr, der bei der ersten Thalfahrt-Graffiti-Aktion die künstlerische Leitung übernommen hatte, fragte Riedesel bei der Stadtverwaltung an, ob die Stützwände auch für Werbung genutzt werden können. Und nachdem die Entwürfe des Graffiti-Künstlers vorgelegt wurden, gab es aus dem Rathaus ein Okay.

Die Stadtverwaltung stellt die Mauern dabei kostenlos zur Verfügung. „Uns ist wichtiger, dass die Flächen nicht weiter beschmiert werden“, begründet Bürgermeister Stefan Caplan den Verzicht auf Einnahmen. Allerdings ist eine künstlerische Ausführung Bedingung. Eine dreiseitige Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Fahrradhaus regelt die Gestaltung und die Zuständigkeit bei Beschädigungen. Mit einer Bescheinigung der Stadt in der Tasche, die bestätigt, dass die Graffiti-Arbeiten genehmigt und legal sind, wird Noel Wehr in Kürze mit der Arbeit beginnen.

Die Stadt Burscheid stellt auch die Wände der ebenfalls städtischen Griesberger Brücke für werbliche Kunstprojekte zur Verfügung. Interessenten können sich im Büro des Bürgermeisters bei Renate Bergfelder-Weiss, Telefon 6 70-1 03, melden.

Auch an eine Fortsetzung des jugendlichen Graffiti-Projekts ist gedacht. So träumt Noel Wehr davon, auch die Brückenbögen über den bisherigen Graffiti unter der Hauptstraße zu gestalten. Das erfordert aber noch einige Vorplanung, unter anderem für ein Gerüst, das die Arbeiten ermöglicht, ohne den Radweg zu blockieren. er
burscheid.de

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