Breitband: Im Industriegebiet und in weiten Teilen Hilgens ist das Internet am langsamsten.

Burscheid. Im Rahmen seines Jahresabschlussgesprächs hat Bürgermeister Stefan Caplan am Freitag drei Arbeitsschwerpunkte für 2011 in Aussicht gestellt: die Verbesserung der Breitbandversorgung, weitere Maßnahmen gegen die Kostenexplosion bei den Abwassergebühren und die Realisierung des Alleenradweges auf der Bahntrasse sowie den Baubeginn des neuen Jugendzentrums.

Caplan kündigte an, dass im Zuge des Radwegebaus auch eine Glasfaserverbindung in der Trasse verlegt werde. Da der nächste Knotenpunkt für eine Breitbandverknüpfung in der Bürgermeister-Schmidt-Straße und somit in unmittelbarer Nähe des Radweges liegt, wären die Folgekosten für einen Ausbau der Breitbandversorgung deutlich geringer.

Derzeit verfügen nur knapp die Hälfte der Burscheider Haushalte über Internetanschlüsse mit verträglicher Datengeschwindigkeit. Als große Problembereiche gelten zum einen Ösinghausen, Benninghausen und große Teile Hilgens mitsamt der Witzheldener Straße, zum anderen das Burscheider Industriegebiet und Umgebung. Dort haben einzelne Firmen in ihrer Not schon für Insellösungen gesorgt.

"Im Gegensatz zum Telefon gibt es beim Internet keinen Anspruch auf eine Versorgung und keiner der großen Netzbetreiber fühlt sich als Breitband-Grundversorger", skizziert Caplan das Problem. Wirtschaftliche Gründe führen dazu, dass die Internetleitungen im ländlichen Raum deutlich schlechter ausfallen als in den Großstädten.

Im Umkreis von etwa 800 Metern bis zum nächsten Glasfaserknotenpunkt sind die Internetgeschwindigkeiten noch gut, darüber hinaus geht über die Kupferkabel bis zum Kunden mit wachsendem Abstand immer mehr Leistung verloren.

Im Februar soll im Stadtentwicklungsausschuss das Ergebnis der kreisweiten Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung vorgestellt werden. Rhein-Berg will durch die konzertierte Aktion versuchen, an die schwer zu erreichenden Fördertöpfe von Landwirtschafts- und Wirtschaftsministerium zu kommen.

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