Die Evangelische Gemeinde würdigt den ehrenamtlichen Einsatz.

neujahrsempfang
Muslimisch-christliche Gespräche: (v. l.) Murat Türksoy, Imam Ufuk Kayatas, Presbyter Michael Kaib, Pfarrer Matthias Pausch und seine Kollegin Katrin Friedel, Ali-Osman Ucar sowie die Hilgener Pfarrerin Annerose Frickenschmidt.

Muslimisch-christliche Gespräche: (v. l.) Murat Türksoy, Imam Ufuk Kayatas, Presbyter Michael Kaib, Pfarrer Matthias Pausch und seine Kollegin Katrin Friedel, Ali-Osman Ucar sowie die Hilgener Pfarrerin Annerose Frickenschmidt.

Doro Siewert

Muslimisch-christliche Gespräche: (v. l.) Murat Türksoy, Imam Ufuk Kayatas, Presbyter Michael Kaib, Pfarrer Matthias Pausch und seine Kollegin Katrin Friedel, Ali-Osman Ucar sowie die Hilgener Pfarrerin Annerose Frickenschmidt.

Burscheid. Zum zweiten Mal fand am Mittwochabend der Neujahrsempfang der Evangelischen Gemeinde Burscheid statt – mittlerweile der einzige Empfang seiner Art, der übriggeblieben ist in der Stadt. Im großen Saal des Gemeindehauses neben der Kirche am Markt wurde nach einer kurzen Einführung des Pfarrers und Presbyteriumsvorsitzenden Matthias Pausch gemeinsam getrunken, gegessen und vor allem erzählt.

„Auch wenn sich die Finanzsituation im vergangenen Jahr geändert hat, so ist doch anderes in Erinnerung geblieben“, sagte Pausch in seiner Ansprache. Sie stand unter dem Motto: „Suchet der Stadt Bestes und engagiert euch“ – eine Abwandlung von Worten des Propheten Jeremia.

Und dass sich die Evangelische Gemeinde auch im vergangenen Jahr auf die Suche nach dem Besten für Burscheid gemacht hat, war nicht zu übersehen: das interkulturelle Fest, die Nacht der offenen Türen, der Sponsorenlauf und das Kirchenkurvenfestival waren nur einige nennenswerte Stationen.

Arbeitsschwerpunkt entscheidet über persönlichen Höhepunkt

„Natürlich hat jeder in jedem Jahr sein persönliches Highlight“, erklärte Matthias Pausch. „Welches Event zum eigenen Höhepunkt wird, hängt sehr damit zusammen, wo der jeweilige Arbeitsschwerpunkt liegt.“ Gerade dann verbinde man Emotionen mit der Veranstaltung. „Betrachtet man das Jahr im Ganzen, wünsche ich mir vor allem, dass wir uns miteinander an diesen Aktivitäten freuen.“

Auch im Türkisch-Islamischen Kulturverein, der mit drei Gästen beim Empfang vertreten war, ging es gerade im vergangenen Jahr um das Miteinander. Besonders während der heftigen politischen Debatte um Integration und Einbürgerung war der Zusammenhalt ein wichtiges Standbein: „Unsere Tür steht offen. Jeder ist herzlich eingeladen, zu kommen und die Fragen zu stellen, die er im Kopf hat“, sagt Murat Türksoy.

Dass aus seiner Sicht deshalb das interkulturelle Fest prägend für das vergangene Jahr war, ist klar: „Wir möchten Vorurteile abschaffen. Es ist egal, welche Hautfarbe man hat und welcher Religion man angehört. Wir möchten miteinander leben.“

Auch am Mittwoch gab es regen Austausch zwischen den Gästen aus den unterschiedlichsten Bereichen des städtischen Lebens. „Das steht an diesem Abend auch im Vordergrund “, sagte Pfarrerin Annerose Frickenschmidt. „Wir möchten uns heute bedanken für all das Engagement, das während des Jahres gezeigt wurde.“

Daher ging es ihrem Kollegen Matthias Pausch neben dem Rückblick auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres vor allem auch um ein großes Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer: „Es gibt Menschen, die opfern Tage ihres Jahresurlaubs, nur um intensiv beim Kirchenkurvenfestival helfen zu können“, lobte er. „Man darf nicht vergessen: Nur gemeinsam sind wir stark.“

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