Das Duo Michael Frank & Guido Reuter begeistert mit Cover-Versionen von Simon & Garfunkel.

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Für ihre Interpretationen von Klassikern wie „The Boxer“ oder „The Sound of Silence“ erntete die Simon & Garfunkel-Revivalband in der Aula der Hauptschule tosenden Beifall.

Für ihre Interpretationen von Klassikern wie „The Boxer“ oder „The Sound of Silence“ erntete die Simon & Garfunkel-Revivalband in der Aula der Hauptschule tosenden Beifall.

Barbara Sarx

Für ihre Interpretationen von Klassikern wie „The Boxer“ oder „The Sound of Silence“ erntete die Simon & Garfunkel-Revivalband in der Aula der Hauptschule tosenden Beifall.

Burscheid. Besonders für Fans, die ihre Hoffnung auf eine Live-Vorstellung ihrer Lieblingsstücke längst aufgegeben hatten, stellte der Auftritt der Simon & Garfunkel-Revivalband aus Erfurt wohl einen ganz besonderen Höhepunkt dar.

Die Gruppe um Frontmann Michael Frank hat sich mit ihrer Interpretation der Titel des US-amerikanischen Folkrock-Duos längst einen glänzenden Ruf erarbeitet und präsentierte am Samstagabend in der Aula der Hauptschule einen Ausschnitt ihres Repertoires.

In dem zwar nicht ausverkauften, aber trotzdem gut besetzten Saal brillierte das Duo Michael Frank/Guido Reuter mit gewohnt herausragender Leistung. Den Mangel an Zuhörern nahm Bandgründer Frank mit Humor: "Die andächtige Stimmung passt super zu den Songs von Simon & Garfunkel. Die fangen leise an und hören leise auf."

Der 42-Jährige, dessen erster Auftritt mit der Gruppe über 20 Jahre zurückliegt, trug die Stücke mit einer Inbrunst vor, die für so manche Gänsehaut sorgte. Er untermalte den Gesang mit perfekt akzentuiertem Gitarrenspiel.

Guido Reuter beeindruckt mit Vielseitigkeit

Reuter (28), der seit Ende 2007 dabei ist und die vormalige zweite Stimme Thomas Heinke abgelöst hat, beeindruckte mit enormer Vielseitigkeit und alternierte zwischen Violine, Blockflöte, Perkussion und Keyboard.

Begleitet wurden die beiden Sänger von Sebastian Fritzlar (36), den Frank als "unsere Ein-Mann-Band" vorstellte und der an Gitarre, Bass, Keyboard und Cajón glänzte. Alle drei Musiker überzeugten mit einwandfreiem, sauberem Spiel und ließen die Zuhörer vergessen, dass nicht die beiden Meister persönlich auf der Bühne standen.

Emotionale Songs mit Feingefühl vorgetragen

Die Gruppe bewies, dass sie emotionale Songs wie "Scarborough Fair" mit unglaublichem Feingefühl vortragen, den Saal aber gleichzeitig mit rockig-fetzigen Titeln wie "Cecilia" zum Beben bringen kann. Bei Klassikern wie "The Sound of Silence" oder "The Boxer" wurde andächtig gelauscht.

Lauter wurde es beim mitreißenden "You Can Call Me Al" mit einer Glanzleistung Fritzlars an der Bassgitarre oder beim abschließenden Kracher "Bye Bye Love", der deutlich machte, wie unglaublich viel Spaß das Trio an seiner Arbeit findet.

Ans Aufhören war nach stehenden Ovationen und tosendem Beifall nicht zu denken: Nach der Zugabe "Bridge Over Troubled Water" wurde das flotte "Cecilia" vorgetragen. Der Saal tobte endgültig, und das gesamte Publikum erhob sich.

Die neueste CD-Veröffentlichung der Band, "Feelin’ Groovy", wurde übrigens letzte Woche veröffentlicht und ist ab sofort nach Auftritten des Ensembles oder im Internet erhältlich.

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