Kämmerer Bernhard Lentz, Ordnungs- und Sozialamtschef Christoph Haendeler und Stadtentwickler Kurt Berger gehen im Laufe des Jahres in Ruhestand. Doch Bürgermeister Stefan Caplan sieht das Haus gut aufgestellt.

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Kämmerer Bernhard Lentz (li.) will im dritten oder vierten Quartal aufhören. Sozialamtschef Christoph Haendeler (m)geht ebenfalls im zweiten Halbjahr. Bleibt bis Jahresende: Stadtentwickler Kurt Berger (re.).

Kämmerer Bernhard Lentz (li.) will im dritten oder vierten Quartal aufhören. Sozialamtschef Christoph Haendeler (m)geht ebenfalls im zweiten Halbjahr. Bleibt bis Jahresende: Stadtentwickler Kurt Berger (re.).

Kämmerer Bernhard Lentz (li.) will im dritten oder vierten Quartal aufhören. Sozialamtschef Christoph Haendeler (m)geht ebenfalls im zweiten Halbjahr. Bleibt bis Jahresende: Stadtentwickler Kurt Berger (re.).

Burscheid. Die Stadtverwaltung verliert in diesem Jahr einen großen Teil ihrer Führungskräfte. Gleich drei leitende Mitarbeiter, die zum Teil schon seit Jahrzehnten im Haus sind, gehen spätestens Ende des Jahres in den Ruhestand. „Dabei handelt es sich um Institutionen“, sagt Bürgermeister Stefan Caplan, der sie am liebsten wegen ihrer fachlichen Fähigkeiten auch nach ihrem Ausscheiden im Haus sehen möchte. „Alle drei haben aber noch keinen Antrag auf Pension gestellt“, ergänzt Caplan.

Kämmerer Bernhard Lentz und Ordnungs- und Sozialamtschef Christoph Haendeler wollen beide im dritten oder vierten Quartal ihren Dienst im Rathaus beenden, Stadtentwickler Kurt Berger wird nach seinem 65. Geburtstag weiter arbeiten – allerdings auch nur bis zum Ende dieses Jahres.

„Es gibt Bereiche, da wollen wir nicht auf ihn verzichten“

Bernhard Lentz hat noch vor wenigen Wochen den Haushalt auf die Beine gestellt, den Konzessionsvertrag für die Stromversorgung in den kommenden 20 Jahren mit der Belkaw unterschriftsreif gemacht und ist laut Caplan unter anderem in Sachen Umsatzsteuerrecht ein ausgewiesener Fachmann. „Es gibt ein paar Bereiche, in denen wir nicht auf ihn verzichten wollen“, sagt der Verwaltungschef. „Wir planen deshalb, Herrn Lentz auch nach seinem Ausscheiden an das Haus zu binden.“ Wie das vertraglich genau aussehen soll, wisse Caplan noch nicht. Vorgesehen sei aber der Einsatz in einer Größenordnung von fünf bis zehn Stunden die Woche. Zur Seite steht Lentz Stellvertreterin Helga Lagotzky. Wie das Dezernat künftig aussehen wird, wisse Caplan nicht. Tatsache sei aber: „Was vorher zwei gemacht haben, kann nicht einer machen.“

Als „Integrationsfigur“ bezeichnet Caplan Christoph Haendeler, unter anderem auch wegen seiner Funktion als Personalratsvorsitzender. Haendeler habe das Amt „umgebaut“, als Hartz IV eingeführt wurde, kennt das Sozial- und Ordnungsamt wie aus dem Effeff. Ein Fachmann, den Caplan ebenso wenig gerne gehen lässt. „Da sind wir allerdings sehr gut aufgestellt.“ Denkbar sei, dass Marco Fuss Nachfolger von Haendeler wird. Caplan: „Wir haben ihn schon anderthalb Jahre in der Kronprinzenrolle gehabt.“ Will meinen: Der Diplom-Verwaltungswirt aus Ostfriesland ist bereits stellvertretender Amtsleiter.

Bleibt noch Kurt Berger. Caplan: „Auch da ist es unser Wunsch, dass er noch länger etwas für uns macht.“ Berger hat das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) mit auf den Weg gebracht – und würde vielleicht den einen oder anderen Baustein noch gerne selbst verwirklicht sehen. Caplan: „Solch ein Projekt macht man in seinem Leben nur ein Mal.“ Als Nachfolgerin gilt Heike Wunderlich. Allerdings bekommt sie Nachwuchs. Caplan glaubt aber: „Sie wird relativ schnell wiederkommen.“

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