Erstes Gespräch mit einem Dozenten in der nächsten Woche.

Burscheid. Entsprechend dem Beschluss des Hauptausschusses Anfang Dezember hat die Stadtverwaltung inzwischen bei vier Universitäten angefragt, ob Geschichtsstudenten die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Burscheider Heimatdichters Fritz Halbach übernehmen könnten.

Während die Uni Köln der Stadt eine Absage erteilte, haben Dozenten der Universitäten Düsseldorf, Bonn und Wuppertal zumindest Interesse signalisiert.

Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss wird sich in der kommenden Woche mit einem Dozenten zu einem ersten Gespräch treffen. Bis eine Entscheidung gefallen sei, wer das gewünschte Gutachten übernimmt, werde es aber noch eine Zeit dauern.

Ende September war in einem Bürgerantrag die Umbenennung der Fritz-Halbach-Straße in Hilgen gefordert worden, weil der Mundartdichter von Beginn an glühender Anhänger der Nationalsozialisten gewesen sei.

In der Folge tauchten immer weitere hassgetränkte und judenfeindliche Texte Halbachs auf. Erst vor Kurzem wurde auch sein Mundartgedicht „Heil Hitler!“ aus dem Bergischen Heimatkalender von 1934 bekannt, das den Diktator hymnisch feiert. er

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