300 Närrinnen feierten am Dienstag und Mittwoch in St. Laurentius ihren Karneval.

300 Närrinnen feierten am Dienstag und Mittwoch in St. Laurentius ihren Karneval.
Im Pfarrsaal von St. Laurentius schunkelten sich die Frauen in den richtigen närrischen Schwung.

Im Pfarrsaal von St. Laurentius schunkelten sich die Frauen in den richtigen närrischen Schwung.

Doro Siewert

Im Pfarrsaal von St. Laurentius schunkelten sich die Frauen in den richtigen närrischen Schwung.

Burscheid.Die traditionelle Frauenkarnevalsfeier vor der Weiberfastnacht hat seit 2012 im Pfarrsaal von St. Laurentius einen Doppeltermin. Im Haus der Kunst hätten die insgesamt etwa 300 weiblichen „Närrinnen“ wohl alle auf einmal Platz gefunden. Trotzdem gab es außer den finanziellen Überlegungen, auf den Pfarrsaal auszuweichen, noch einen anderen Grund für die Änderung. Dem als Kaffeestunde angebotenen Dienstag, mit Beginn um 15 Uhr, kommt nun der Mittwoch mit dem Start um 17 Uhr den berufstätigen Frauen als Pendant sehr entgegen.

Das diesjährige Karnevalsmotto der Gemeinde, „Charleston, Swing und Humtata“, kam auch bei der reinen Damen-Veranstaltung voll zum Zuge. Nostalgisch gewandete Elfer-Rätinnen hielten den Besucherinnen ihre behandschuhten Hände entgegen und brachte mit dem Evergreen „Big Spender“ das historische Fluidum auf die Bühne. Einziger Mann im Saal war Ton-Akrobat „Moppel“ Gehrmann. Er spielte die Background-Melodien punktgenau ein. Da erklangen dann erstaunlicherweise Marlene Hugos Solo-Parts mit sonorer Tenorstimme – und das gut bestückte Medley alter Kölner Karnevals-Hits gab der Showgruppe ein gutes Gerüst für ihre schauspielerische Mitwirkung.

Hanni Dreyer lässt ihrem Hausfrauen-Frust freien Lauf

Voll in ihrem Element war die erste Bütten-Rednerin. Um das „Das bisschen Hausfrau“-Lied herum ließ Hausfrau und Sketch-Autorin Hanni Dreyer ihrem Frust freien Lauf über den Beinbruch und daher Ausfall ihres aktivsten Putz- und Kochhelfers. Ein typisch weibliches Dauerthema hatten sich Angelika Müller und Stefanie König für ihren Vortrag gewählt. Kosmetik-Prozeduren, Pflegelust und -leid jeder Körperregion – und alle Mühe „für umsonst“.

Mit ähnlichen Problemen kämpften die fünf „reifen“ Damen Monika, Hanni, Judith, Dagmar und Anita. Auch nach der Pause hatte das Team noch witzige Dispute auf Lager. Ob die Kirchenputzfrauen aus dem Nähkästchen plauderten oder ob es Irritationen bei einem Besuch im Finanzamt gab – das komplette Programm der beiden Frauennachmittage war hausgemacht und dementsprechend deftig.

Am Rande schauten der schunkelnden Menge dann doch zwei männliche Wesen zu: Eine Fledermaus (8) und ein Minion (9).

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