Im Februar soll ein Sozialarbeiter für die Betreuung der Menschen eingestellt werden.

Burscheid. Wegen des verstärkten Zustroms von Flüchtlingen sucht die Stadt Burscheid jetzt privaten Wohnraum, um die Menschen unterzubringen. Die Unterkünfte seien nahezu belegt, erklärt Bürgermeister Stefan Caplan mit dem Hinweis, dass diese Entwicklung anhalten werde.

„Die Unterbringungssituation in den städtischen Unterkünften wird sich absehbar nicht entscheidend entspannen. Nach wie vor suchen wir private Unterbringungsmöglichkeiten und hoffen daher auf die Bereitschaft der Burscheider Vermieter, Asylbewerber und Flüchtlinge aufzunehmen.“

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres bahnte sich diese Entwicklung durch den Zuzug der Menschen aus den Krisengebieten wie Syrien und Afghanistan an. Allerdings hieß es im September noch, dass von den Flüchtlingsunterkünften an der Luisenhöhe 56 der 65 vorhandenen Plätze belegt seien. In den Zahlen zu 2014 ist nun davon die Rede, dass 79 Personen in städtischen Unterkünften untergebracht werden mussten und drei in privaten Wohnungen lebten. Schon für die dritte Woche im Januar wird mit weiteren Zuweisungen gerechnet. Zum Vergleich: 2013 lebten 35 Flüchtlingen in den Unterkünften, fünf waren in privaten Wohnungen untergebracht.

Zur Unterbringung kann die Stadt die Wohnungen anmieten

Wer freien Wohnraum anbietet, kann sich für zwei Varianten entscheiden: Entweder übernimmt das für die Unterbringung zuständige Sozialamt die anfallenden Kosten für die von den Asylbewerbern direkt angemieteten Mietwohnungen. Oder die Stadt mietet die Wohnungen selbst an und belegt sie mit den neu eintreffenden Flüchtlingen.

Um die Menschen besser betreuen zu können, soll ab Februar ein Sozialarbeiter eingestellt werden. Mit zwei Institutionen sei die Stadt bereits im Gespräch auf der Suche nach einer geeigneten Kraft. Die Finanzierung soll durch die Stadt erfolgen, die die Stelle aber über eine zweckgebundene Landeszuweisung refinanzieren könne.

Zu den Aufgaben des Sozialarbeiters soll nicht nur die Beratung und Betreuung der Menschen gehören, sondern auch der Aufbau eines Netzwerkes. Gemeint ist wohl, dass er Arbeitsgruppen ehrenamtlicher Helfer zusammenführt, die Flüchtlinge in ihrem neuen Alltagsleben unterstützen sollen.

Interessierte Vermieter können sich im Ordnungsamt mit Christoph Haendeler unter Telefon 0 21 74/670 350 und Antje Eickenberg unter 670 355 in Verbindung setzen.

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