Wettbewerb: 13 Gruppen aus dem Rheinland zeigen farbenfrohe Showauftritte.

wza_1500x1017_486207.jpeg
Mit ihren „Clownereien“ landeten die Akro-Bengels des TV Erkelenz auf Platz zwei und dürfen am Bundesfinale teilnehmen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Mit ihren „Clownereien“ landeten die Akro-Bengels des TV Erkelenz auf Platz zwei und dürfen am Bundesfinale teilnehmen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Mit ihren „Clownereien“ landeten die Akro-Bengels des TV Erkelenz auf Platz zwei und dürfen am Bundesfinale teilnehmen. (Fotos (2): Jürgen Venn)

Burscheid. Wer noch immer mit jahrzehntealten Erinnerungen an muffig-strenge Schulturnstunden seiner Kindheit gequält wird, der konnte sich am Samstagnachmittag in der vollen Schulberghalle selbst therapieren: Der Landesentscheid des Tuju-Stars-Wettbewerbs stellte unter Beweis, wie sehr sich der Turnsport mittlerweile gewandelt hat und wie viel Platz dabei ist für Witz und farbenfrohe Kreativität.

Seit 2007 beteiligt sich auch die Rheinische Turnerjugend an dem Wettbewerb. In diesem Jahr war die Burscheider Turngemeinde Gastgeberin für insgesamt 13Gruppen aus dem Rheinland, die in ihren maximal fünfminütigen Auftritten Turnen, Akrobatik und Tanz mit Showelementen verbinden sollten.

Ein weites Betätigungsfeld für die Choreografen - und eine große Altersspanne: Maximal 27 Jahre dürfen die Teilnehmer alt sein; manche Gruppen bestanden überwiegend aus Gleichaltrigen, andere umfassten den gesamten Turnnachwuchs ab vier Jahren bis zur Altersgrenze.

Sieg für die Duisburger Show "Wir sind Kinder einer Welt"

Über den Sieg konnten am Ende die "fliegenden Homberger" aus Duisburg mit ihrer furiosen Show "Wir sind Kinder einer Welt" jubeln. Der erste Platz bedeutet zugleich die Fahrkarte zum Bundesfinale, das im Rahmen des Deutschen Turnfestes vom 30. Mai bis 5. Juni in Frankfurt am Main ausgetragen wird. Schon im vergangenen Jahr hatten die Homberger auf Bundesebene den dritten Platz geholt.

Aber auch die Akro-Bengels des TV Erkelenz sind in Frankfurt dabei: Mit ihren fröhlichen "Clownereien" landeten sie auf Platz zwei. Dritter wurden die offenbar noch nach alter Schule trainierten "roten Kosaken" aus Oberhausen, die einzige reine Jungengruppe des Tages, bei der zudem der Kleinste turnerisch der Größte war.

Insgesamt 13 Gruppen beteiligten sich an der Landesausscheidung: die BTG-Gruppe Sherry Punk und die Rock Angels der TGH aus Burscheid, daneben die Vereine VfLSchlangen, FCQuadrath-Ichendorf, KTTO Oberhausen, Homberger TV, Emmericher TV, TVErkelenz, Turn- und Sportfreunde Bracht, Remscheider TV, TV Einigkeit Mülheim, SSGSt. Augustin und TV Bredeney.

Acht Juroren trafen am Ende die Entscheidung: Bürgermeister und Schirmherr Hans Dieter Kahrl, Bodo Jakob (Stadtsportverband), Hans Gert Hasley (Ehrenpräsident Rheinischer Turnerbund), Ernst A. Schmidt (Bergischer Turnerbund), Jessica Kurth und Felix Luther (Jugendwarte der BTG) sowie Melanie Hansen und Sabrina Jazynski vom Vorstand der Rheinischen Turnerjugend.

Bewertet wurden Originalität, Synchronität, Kostüme, Schwierigkeitsgrad, Ausdruck und Musikalität.

Für alle übrigen Teams gab es Urkunden über einen vierten Platz; genauer differenziert wurde nicht mehr. Darunter auch die beiden Teams aus der Gastgeberstadt: Die Gruppe Sherry Punk der Burscheider TG war für den undankbaren ersten Startplatz ausgelost worden, meisterte die Herausforderung aber nach kleinen Startschwierigkeiten souverän mit einem Ausflug zu Tarzan in den Dschungel. Und auch die noch nicht lange gemeinsam trainierenden Rock Angels der TG Hilgen wussten als vorletzte Gruppe genau, worauf es ankam: "Now or never" - jetzt oder nie.

Marc Kollbach (BTG) und Daniel Hambüchen (Radio Berg) führten als stadtlauferprobtes Moderatorenpaar durch den kurzweiligen Nachmittag und mussten nur einmal eine quälende Pause überbrücken: Bei der Auswertung gab es längere Diskussionen über einen möglicherweise nicht regelkonformen Auftritt. Aber am Ende kamen doch alle Teams in die Wertung - Ende eines Feuerwerks der Turnbegeisterung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer