Das völlig zerstörte Fachwerkhaus der Familie Heider am Morgen nach dem Feuer.
Das völlig zerstörte Fachwerkhaus der Familie Heider am Morgen nach dem Feuer.

Das völlig zerstörte Fachwerkhaus der Familie Heider am Morgen nach dem Feuer.

Ein Feuerwehrmann sucht von der Drehleiter aus nach Brandnestern.

Erst in den späten Morgenstunden können die Burscheider Feuerwehrleute nach stundenlanger Arbeit durchschnaufen.

50 Feuerwehrmänner waren bei eisigen Temperaturen stundenlang im Einsatz.

Doro Siewert, Bild 1 von 4

Das völlig zerstörte Fachwerkhaus der Familie Heider am Morgen nach dem Feuer.

Burscheid. Es ist 3.40 Uhr, als bei der Leitstelle die ersten Bewohner der Fritz-Halbach-Straße anrufen und einen Dachstuhlbrand bei ihren Nachbarn des Hauses Nr. 7 melden.

Auch ein Mitarbeiter des Baubetriebshofs, der die Witterungsverhältnisse auf den Straßen kontrolliert, ist zufällig in dieser Ecke und meldet das Feuer.

„Wenn um diese Uhrzeit so viele Menschen anrufen, können wir davon ausgehen, dass die Brandmeldung stimmt“, so Stadtbrandmeister Achim Lütz: Höchste Alarmstufe also, alle vier Löschzüge werden alarmiert.

Wenig später treffen 50 Kräfte ein und sehen die Flammen bereits auf der ganzen Fläche im Dachgeschoss des Fachwerkhauses der Familie Heider wüten.

Die fünf Bewohner stehen schon vor dem Haus, als die Retter eintreffen. Die Frau hatte es in der Nacht knistern gehört und sofort alle geweckt. Zwei Hunde und ein Pagagei werden später aus dem Haus geholt.

Der Boden des Dachgeschosses bricht plötzlich zusammen

Die Kälte sorgte für erhebliche Probleme beim Löscheinsatz. Schläuche, die zugefroren waren, mussten immer wieder ausgetauscht werden. Und pitschnasse Feuerwehrmonturen verwandelten sich in Eispanzer.

Sofort werden bei minus 10 Grad die Wasserversorgung aufgebaut, die Drehleiter in Stand gebracht und die Flammen bekämpft. Als der Boden des Dachgeschosses zusammenbricht und die anderen Decken wegen des Löschwassers bereits aufgeweicht sind, ist klar: Niemand darf mehr in das Gebäude. Einsturzgefahr.

Der Löschangriff darf nur noch von außen erfolgen. Eine zweite Drehleiter, die aus Wermelskirchen angefordert wird, ist allerdings defekt. Eine weitere wird deshalb aus Leverkusen nachgezogen. Nach etwa zweieinhalb Stunden ist das Feuer bekämpft, doch die Brandnester glimmen und qualmen noch gegen 10 Uhr.

Völlig erschöpfte Wehrleute wärmen sich in der Umkleidekabine der benachbarten Fußballanlage der TG Hilgen. Platzwart Bernhard Backes: „Ich habe heute morgen aufgeschlossen und Kaffee gekocht.“ Er kennt die Familie Heider.

„Wenn unsere Jungs die Bälle rübergeschossen haben, mussten wir schon mal dort klingeln, um an die Bälle zu kommen. Jetzt können wir so auf das Gelände.“

Da täuscht er sich. Die Polizei hat das Grundstück als Brandort beschlagnahmt. Ein Brandermittler der Kripo kann wegen erheblicher Einsturzgefahr nicht in das Gebäude. Nicht auszuschließen ist, dass alles Stück für Stück abgetragen werden muss, um der Ursache des Feuers auf den Grund zu gehen. Experten sind sicher: Das Gebäude ist völlig zerstört.

Die Familie Heider ist von Nachbarn an der Fritz-Halbach-Straße aufgenommen worden.

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