IG Metall und Betriebsrat haben der Geschäftsleitung zunächst einen Fragenkatalog vorgelegt.

Burscheid. IG Metall und Betriebsrat von Federal-Mogul haben Mittwoch über vier Stunden beraten, wie sie auf die wirtschaftlichen Situation des Kolbenringherstellers und die drohenden Entlassungen reagieren sollen.

"Der Betriebsrat hat noch viele Fragen, die beantwortet werden müssen", verwies der IG-Metall-Bevollmächtigte Witich Roßmann am Nachmittag auf einen Fragenkatalog, der der Geschäftsführung vorgelegt worden ist.

"Verhandlungen gibt es erst, wenn alle diese Fragen beantwortet sind", wies Roßmann Darstellungen der Geschäftsführung zurück, für Mittwoch seien bereits erste Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan angesetzt gewesen.

"Das war eine ganz normale Sitzung des Wirtschaftsausschusses, der seit der Einführung der Kurzarbeit einmal wöchentlich tagt." Dort sei allerdings auch über die aktuelle Lage des Unternehmens gesprochen worden.

Im Wirtschaftsausschuss sind sowohl der Betriebsrat als auch Vertreter der Geschäftsführung von FM vertreten. Auch der IG-Metall-Bevollmächtigte nahm Mittwoch an der Sitzung teil. "Das ist eine ganz schwierige Situation", sagte er anschließend.

"Wir sind keine Träumer, aber wir gehören auch nicht zu denen, die einfach nur unterschreiben, wenn die Firma sagt, wir müssen soundso viele entlassen." Gemeinsames Ziel von Betriebsrat und Gewerkschaft sei es, Alternativen zu den Entlassungen zu erarbeiten.

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