Qualifikation: Sieben FM-Mitarbeiter haben die Krise in einem Pilotprojekt überstanden.

Die sieben neuen Facharbeiter und drei ihrer Betreuer: (v. r.) Marcus Zielke, FM-Referent für technische Weiterbildung sowie die Ausbilder Klaus Platz und Werner Endert vom Wuppermann-Bildungswerk in Leverkusen.
Die sieben neuen Facharbeiter und drei ihrer Betreuer: (v. r.) Marcus Zielke, FM-Referent für technische Weiterbildung sowie die Ausbilder Klaus Platz und Werner Endert vom Wuppermann-Bildungswerk in Leverkusen.

Die sieben neuen Facharbeiter und drei ihrer Betreuer: (v. r.) Marcus Zielke, FM-Referent für technische Weiterbildung sowie die Ausbilder Klaus Platz und Werner Endert vom Wuppermann-Bildungswerk in Leverkusen.

Doro Siewert

Die sieben neuen Facharbeiter und drei ihrer Betreuer: (v. r.) Marcus Zielke, FM-Referent für technische Weiterbildung sowie die Ausbilder Klaus Platz und Werner Endert vom Wuppermann-Bildungswerk in Leverkusen.

Burscheid. Punktlandung sagt man, wenn etwas genau passt. Die im Dezember und Januar abgeschlossene 14-monatige Qualifikation von sieben FM-Mitarbeitern zum Maschinen- und Anlagenführer passt so genau, dass es alle Beteiligten noch gar nicht richtig fassen können.

Denn in der derzeit überraschend guten Auftragslage sucht das Unternehmen händeringend nach Facharbeitern. "Wir hätten die Ausbildung gerne mit noch mehr Mitarbeitern gemacht", sagt Geschäftsführer Karsten Evers. "Die Mitarbeiter haben im November 2008 zu einem Zeitpunkt mit der Maßnahme begonnen, als wir Überkapazitäten hatten. Und sie haben sie auf die Woche genau abgeschlossen, wo wir die Kapazitäten wieder brauchen."

Finanzierung durch Programm "Wegebau" der Arbeitsagentur

Möglich wurde das durch das Programm "Wegebau" der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach. Deren Leiter Stefan Krause war gestern eigens nach Burscheid gekommen, um den Absolventen zu gratulieren.

3,7 Millionen Euro hat die Agentur im vergangenen Jahr in das Programm investiert, auch dieses Jahr sollen es wieder gut drei Millionen werden. "Dabei haben wir am Anfang noch bei den Arbeitgebern werben müssen", sagte Krause. Er verwies darauf, dass "ältere und gering qualifizierte Menschen als Erste die Beschäftigung verlieren". Das Programm setzt präventiv ein, will die Mitarbeiter noch im bestehenden Arbeitsverhältnis weiterbilden.

Die Finanzierung übernahm zu 100 Prozent die Arbeitsagentur, FM sattelte noch drauf, sodass es für die Beteiligten zu keinen Verdienstausfällen kam. Die verkürzte Ausbildung lief über das Wuppermann-Bildungswerk. Am Ende stand die offizielle Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Die zwei Frauen und fünf Männer im Alter von 32 bis 46 Jahren schlossen sie in sechs Fällen mit der Gesamt- note "Gut", einmal sogar mit "Sehr gut" ab.

Joachim Pfingst, Geschäftsführer des Bildungswerks, erinnerte an die vielen Bedenken zu Beginn - auf Seiten der Mitarbeiter und seiner eigenen Einrichtung: "Wir wussten nicht, ob es uns gelingen würde, alle Inhalte adäquat zu vermitteln." Am Ende habe das Niveau der Absolventen "alle Erwartungen übertroffen".

Von neu entstandenem Teamgeist sprach Betriebsrat Thomas Hahn - und dankte stellvertretend für die vielen Beteiligten vor allem Marcus Zielke, bei Federal-Mogul Referent für technische Weiterbildung. "Das war ein Projekt mit Beispielcharakter."

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