Großer Andrang herrschte am Samstag beim 1. Ökumenischen Spornsorenlauf.

Burscheid. Mit dem Argument, dass das Wetter zu schlecht sei, konnten sich etwaige Sportmuffel am Samstagmittag nicht rausreden: Dem 1. Ökumenischen Sponsorenlauf der Burscheider Gemeinden sollte strahlender Sonnenschein beschert sein.

Entsprechend gute Stimmung herrschte auch am zentralen Start in der Kirchenkurve, von wo aus sich die Gruppe um 11 Uhr zur knapp zehn Kilometer langen Strecke rund um Burscheid aufmachte.

Nicht nur um der Bewegung willen haben sich erfreulich viele Läufer auf den Weg gemacht. Unter dem Motto "Ökumene bewegt" sammelten die 130 gesponserten Teilnehmer pro zurückgelegten 500 Metern einen jeweils vereinbarten Spendenbetrag, der zu gleichen Teilen an die Burscheider Tafel und die Flutopfer in Pakistan geht. Wie viel Geld zusammengekommen ist, muss in den kommenden Tagen errechnet werden.

Einen geistlichen Impuls gaben vor dem Start noch Pfarrerin Annerose Frickenschmidt und Pfarrer Temur Bagherzadeh, der zum neunten Jahrestag der Katastrophe des 11. Septembers daran erinnerte, wie wichtig es sei, "an solch einem Tag ein Zeichen zu setzen".

Burscheider aller Generationen auf der Strecke unterwegs

Düstere Stimmung kam trotz der ernsten Worte aber nicht auf, denn bald darauf gab Gemeindereferentin Sabine Haas mit einem fröhlichen "Let’s fetz!" den Startschuss und über hundert begeisterte Burscheider aller Generationen machten sich daran, die nicht gerade anspruchslose Strecke zu bewältigen.

Ob Jung oder Alt, mit Walking-Stöcken, dem Dreirad oder im Sprinteroutfit, mithelfen konnte jeder. Auch die freiwilligen Helfer sind von dem Projekt überzeugt. Eine tolle Sache sei es, so Streckenposten Annedore Koppetsch (42), "die Burscheider Tafel weiter in den Blickpunkt zu holen und der Öffentlichkeit die Augen für soziale Projekte zu öffnen".

Vor zwei Jahren schon war die Idee aufgekommen, an deren Umsetzung sich die Evangelische, Katholische, Freie evangelische und Freikirchliche evangelische Gemeinde beteiligt haben. "Bei dieser christlichen Initiative geht es uns neben dem guten Zweck darum, dass wir unsere Verantwortung für die Menschen dieser Stadt wahrnehmen wollen", so Pfarrerin Frickenschmidt.

Eine schöne Geste kam noch von der Türkisch-Islamischen Gemeinde DITIB, die einen Festbetrag von 100 Euro gespendet hat. "Es freut uns, dass auch für Pakistan gesammelt wird", so Murat Karakus, stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrates.

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