Leverkusen siegt nach einer ausgeglichenen Partie vor heimischer Kulisse mit 19:17 gegen den Tabellenachten Bad Wildungen.

Leverkusen siegt nach einer ausgeglichenen Partie vor heimischer Kulisse mit 19:17 gegen den Tabellenachten Bad Wildungen.
Jennifer Rode war im Spiel gegen Bad Wildungen die beste Torschützin der Elfen – und erzielte am Ende auch den Siegtreffer zum 19:17. Archiv

Jennifer Rode war im Spiel gegen Bad Wildungen die beste Torschützin der Elfen – und erzielte am Ende auch den Siegtreffer zum 19:17. Archiv

Ralf Kardes

Jennifer Rode war im Spiel gegen Bad Wildungen die beste Torschützin der Elfen – und erzielte am Ende auch den Siegtreffer zum 19:17. Archiv

Leverkusen. Beim letzten Bundesligaauftritt vor der Weltmeisterschaftspause konnten die Leverkusener Werkselfen vor heimischem Publikum am Sonntagnachmittag die Punkte sieben und acht einfahren. Durch den 19:17-Heimerfolg über Bad Wildungen klettern die Rheinländerinnen auf Platz fünf der Handball Bundesliga Frauen. Beste Torschützin war Nationalspielerin Jennifer Rode mit acht Treffern.

Bayer-Trainerin Renate Wolf hatte im Vorfeld der Partie, in der das Trio um Amelie Berger, Franziska Mietzner und Kapitänin Jenny Karolius verletzungsbedingt nicht einsatzfähig war, ein Spiel auf Augenhöhe erwartet und vor dem Tabellenachten aus Bad Wildungen gewarnt: „Tessa Bremmer leistet als Trainerin der HSG sehr gute Arbeit, der Verein hat ein Konzept und eine gute Mannschaft zusammengestellt.“

Und die Chefin sollte wieder einmal recht behalten, denn die 730 Zuschauer in der Leverkusener Ostermann-Arena sahen eine sehr ausgeglichene Anfangsviertelstunde, in der Youngster Mia Zschocke in der 14. Spielminute zum 4:4 ausgleichen konnte. Bis zur Pausensirene gelang es der Wolf-Sieben, sich aus einer stabilen und konsequent agierenden 6:0-Abwehr heraus über 7:4 (23.) und 9:6 (28.) auf zwei Tore abzusetzen. Bad Wildungens Lisa-Marie Preis markierte mit ihrem ersten Treffer den 10:8-Halbzeitstand.

Das Blatt sollte sich nach Wiederanpfiff allerdings wenden. Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start in die zweiten 30 Minuten, sodass Renate Wolf beim Stand von 10:11 bereits in der 35. Spielminute die grüne Karte ziehen musste. Eine Auszeit, die anscheinend Früchte trug.

Jennifer Rode erzielt Siegtreffer zehn Sekunden vor Spielende

Beide Teams lieferten sich in der Folgezeit bis zur 58. Minute einen offenen Schlagabtausch: Keine Mannschaft hatte die Nase entscheidend vorn und die Partie stand bis zum Ende auf Messers Schneide. In einer hitzigen Schlussphase bewiesen die beiden Nationalspielerinnen Jennifer Rode und Torhüterin Katja Kramarczyk starke Nerven. Kramarczyk parierte in den letzten zehn Minuten gleich mehrere hundertprozentige Torchancen der Vipers und Linkshänderin Rode erzielte entschlossen den 19:17-Siegtreffer rund zehn Sekunden vor Spielende.

„Jennifer Rode und Katja Kramarczyk sind auf unserer Seite ganz klar die Matchwinner“, freute sich Wolf unmittelbar nach der Partie. „Beide haben sich mit ihren Glanzleistungen ein Sonderlob verdient. Zudem muss ich unsere stark agierende 6:0-Abwehr hervorheben. Faktoren, die unterm Strich spielentscheidend waren“, so die Trainerin.

Für ihre Schützlinge geht es nach der WM-Pause am 23. Dezember Schlag auf Schlag mit einem Auswärtsspiel beim Spitzenteam Metzingen weiter, ehe vier Tage später Göppingen in der Ostermann-Arena zu Gast ist. Am 30. Dezember laufen die Elfen dann ein letztes Mal in diesem Jahr in Niedersachsen zum Duell mit dem VfL Oldenburg auf.

Auch neben dem Spielfeld sorgte der TSV Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag für Furore: Die verletzte Nationalspielerin Jenny Karolius und ihre Kolleginnen Franziska Mietzner und Amelie Berger standen den Zuschauern für Autogramme und Selfies zur Verfügung. Weiterhin konnten die Fans im Rahmen der Bundesligapartie zwei Hauptrundentickets für die WM gewinnen. Trikots zugunsten der Deutschen Krebshilfe wurden ebenfalls verlost. Und beim Speed-Check konnten die kleinen Fans tolle Preise gewinnen.

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