Fahrradhändler Sven Riedesel beobachtet, dass immer mehr Burscheider Berufspendler auf Pedelecs umsteigen.

Der Radweg auf der Balkantrasse (oben) wird sehr gut angenommen. Sven Riedesel (unten) verkauft immer mehr Elektroräder.
Der Radweg auf der Balkantrasse (oben) wird sehr gut angenommen. Sven Riedesel (unten) verkauft immer mehr Elektroräder.

Der Radweg auf der Balkantrasse (oben) wird sehr gut angenommen. Sven Riedesel (unten) verkauft immer mehr Elektroräder.

Der Radweg auf der Balkantrasse (oben) wird sehr gut angenommen. Sven Riedesel (unten) verkauft immer mehr Elektroräder.

Sarx, Bild 1 von 2

Der Radweg auf der Balkantrasse (oben) wird sehr gut angenommen. Sven Riedesel (unten) verkauft immer mehr Elektroräder.

Burscheid. Der Panorama-Radweg Balkantrasse kurbelt den Verkauf von Elektro-Rädern an. Diese Erfahrung macht zumindest Sven Ried-esel, Inhaber des Fahrradgeschäftes Campana an der Indusriestraße. „Wir haben unserern Umsatz mit E-Bikes in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt“, sagt er. Pro Jahr verkaufe er derzeit 150 Fahrräder, die mit einem elektrischen Zusatzantrieb ausgestattet sind. Zu 95 Prozent handele es sich dabei um Pedelecs, die über eine begrenzte Tretunterstützung verfügen.

„Pedelecs nehmen die Angst vor dem Radfahren im Bergischen Land.“

Sven Riedesel, Fahrradhändler

Als Riedesel vor vier Jahren mit dem Verkauf mit Elektrorädern begann, war er zunächst skeptisch. „Zum Start dachte jeder, dass nur ältere Leute zu den Kunden gehören würden“, erinnert er sich. Doch mittlerweile seien die Pedelecs absolut hoffähig geworden. „Wir haben auch viele junge Käufer, die allerdings keinen sportlichen Ansatz verfolgen“, sagt Riedesel.

Elektroräder würden nahezu ausschließlich als Tourenräder eingesetzt, um lange Strecken und größere Steigungen problemlos bewältigen zu können. Riedesel: „Pedelecs nehmen vielen Menschen die Angst vor dem Radfahren im Bergischen Land.“ Gleichzeitig ziehe der Panorama-Radweg Balkantrasse, der im April eröffnet wurde, viele neue Radfahrer an, da der Bodenbelag perfekt hergerichtet sei. Außerdem gebe es dort lediglich Steigungen von maximal fünf Prozent, da die Züge früher nicht mehr überwinden konnten.

Riedesel hat bei seinen Kunden außerdem einen ganz neuen Trend festgestellt: Berufspendler steigen seiner Ansicht nach zunehmend vom Auto auf den Drahtesel um. „In Zeiten steigender Benzinkosten suchen die Leute nach Alternativen“, sagt er. Etwa 20 Prozent Der Pedelecs-Käufer in seinem Geschäft nutzten das Rad für den Weg zur Arbeit, weil sie auf diese Weise Geld für den Sprit sparen, ihre Fitness verbessern können und gleichzeitig ohne Erschöpfung an ihrem Arbeitsplatz ankommen. Auch an dieser Stelle sei die Balkantrasse hilfreich, da sie die gesamte Region miteinander verbinde.

Für den Fachhandel stellen die Elektroräder nach Meinung Riedesels eine Herausforderung dar: „Es steckt viel Technik darin, weshalb wir den Kunden viel erklären müssen.“ Bei Campana kosten Pedelecs zwischen 2000 und 2800 Euro. Riedesel: „Unterhalb sinkt das Qualitätsniveau. Dabei braucht man unbedingt gute hydraulische Bremsen, weil Pedelecs relativ schnell sind.“

Bei einem Pedelec ist die Stärke des Akkus auf 250 Watt begrenzt. Damit erreicht man Geschwindigkeiten von 25 bis 28 Stundenkilometern. Stärkere E-Bikes verfügen über einen Antrieb, der eine Leistung von 350 Watt erbringt. Diese Geräte erreichen bis zu 40 Stundenkilometer, werden aber laut Campana-Chef Sven Riedesel deutlich seltener gekauft.

Ein Akku ist nach rund fünf Stunden vollständig geladen. Er hält für etwa 10 000 Kilometer und kostet als Austauschteil zwischen 500 und 600 Euro.

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