Nils Raddatz ist neuer Prinz der Burscheider Schützen, sein Bruder Jan Philipp jetzt König – und der jüngste der Vereinsgeschichte dazu.

Nils Raddatz ist neuer Prinz der Burscheider Schützen, sein Bruder Jan Philipp jetzt König – und der jüngste der Vereinsgeschichte dazu.
Jan Philipp Raddatz ist mit 24 Jahren der jüngste Schützenkönig aller Zeiten – und lässt sich dafür von Guido Esgen (l.) und Frank Berger feiern.

Jan Philipp Raddatz ist mit 24 Jahren der jüngste Schützenkönig aller Zeiten – und lässt sich dafür von Guido Esgen (l.) und Frank Berger feiern.

Beim Platzkonzert am Samstag in der Kirchenkurve fanden die Musiker Regenschutz im Biergarten der Bergischen Stuben.

Doro Siewert, Bild 1 von 2

Jan Philipp Raddatz ist mit 24 Jahren der jüngste Schützenkönig aller Zeiten – und lässt sich dafür von Guido Esgen (l.) und Frank Berger feiern.

Burscheid. Nils Raddatz war mächtig stolz. Schließlich setzt der Burscheider nun eine Art Familientradition fort. Mit 28 Ringen erkämpfte sich der 22-Jährige gestern den Titel des Prinzen beim Schützenverein Burscheid von 1864. Neun Schützen waren an den Start gegangen – und seine stärkste Konkurrentin war ausgerechnet seine Schwester Inga. Nur ein Ring machte am Ende den Unterschied.

Ob das Glück am Gewehr in der Familie liegt? „Anscheinend“, sagte Mutter Helga Raddatz. „Ich schieße aber nicht.“ Egal, welches ihrer Kinder Prinz wird, „als Mutter ist man immer stolz.“ Die Familie Raddatz, das sei eine Schützenfamilie wie sie im Buche steht, sagte Frank Berger, Zweiter Vorsitzender des Schützenvereins Burscheid. „Zwei Söhne, die Tochter und der Ehemann Klaus-Dieter sind immer in der ersten Reihe mit dabei. Solche Familien brauchen wir.“

Beide Wettbewerbe wurden ganz knapp entschieden

Und auch der Titel des Königs ist Familiensache. Den räumte Nils’ älterer Bruder Jan Philipp Raddatz ab. Er brauchte einen Moment, um das Geschehene sacken zu lassen. Der Sieg war auch hier eine knappe Sache: Es ging ebenfalls nur um einen Ring. „Es war ein sehr enges Ergebnis“, bestätigte Vereinsvorsitzender Michael Wehner. Jan Philipp Raddatz nickte.

Routine hat er ja schon. In den Jahren 2012/13 und 2013/14 war der 24-Jährige zweimal hintereinander Prinz gewesen. Nun konnte er als jüngster König, den der Burscheider Schützenverein jemals hatte, seine Adjutanten wählen: den vorherigen Schützenkönig Horst Noruschat und Rocco Ceravolo.

„Es macht einfach Spaß“, sagte der Student für Fahrzeugtechnik. „Mich fasziniert der Sport. Da ist mehr dabei als nur Schießen. Körperbeherrschung und einen klaren Kopf muss man haben.“

„Zwei Söhne, die Tochter und Ehemann Klaus-Dieter sind immer mit dabei. Solche Familien brauchen wir.“

Frank Berger,  Zweiter Vorsitzender der Schützen

Mit einem langen und lustigen Abend wollte der neue König den sportlichen Erfolg feiern. Und den sollte er kriegen. Nach dem ersten Freudentaumel ging es für Prinz Nils und König Jan Philipp Raddatz am Abend weiter. Beim Krönungsball nahmen sie die Insignien entgegen. Befreundete Vereine aus Leichlingen, Remscheid, Hückeswagen, Hilgen, Radevormwald und Solingen-Burg beglückwünschten die beiden Burscheider persönlich. Ein rauschendes Fest mit Musik und Tanz.

Vorverkauf für das Oktoberfest hat bereits begonnen

So soll auch das Oktoberfest des Schützenvereins werden. Der Kartenverkauf hat dieser Tage bereits begonnen. Das Oktoberfest findet statt am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr in der Schützenhalle, Hauptstraße 122. Die Band Sumpfkröten aus Österreich ist wieder mit dabei. Karten gibt es für zehn Euro immer donnerstags ab 20 Uhr im Schützenhaus.

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