Bei einer Aktion des Kölner Zoos im Frühling kamen mehr als 12 000 Euro für den Elefanten zusammen.

Bei einer Aktion des Kölner Zoos im Frühling kamen mehr als 12 000 Euro für den Elefanten zusammen.
So sieht die neue Prothese des Elefanten aus.

So sieht die neue Prothese des Elefanten aus.

Der sechsjährige Namal nimmt ein Bad.

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So sieht die neue Prothese des Elefanten aus.

Köln. Im Elephant Transit Home (ETH) auf Sri Lanka lebt der dreibeinige Elefant Namal. Nun hat er hat eine neue Prothese. Der Kölner Zoo hatte dafür im Frühling zu einer Spendenaktion aufgerufen. Das öffentliche Engagement war enorm. Binnen kurzer Zeit kamen mehr als 12 000 Euro zusammen. Zoodirektor Theo B. Pagel, Zoo-Tierärztin Dr. Sandra Langer und der ehemalige Kölner Elefantenpfleger Brian Batstone reisten vergangene Woche nach Sri Lanka, um dort das Anlegen der eigens für Namal angefertigten Prothese zu begleiten.

Ein Teil des linken Hinterbeins mit neun Monaten amputiert

Namal war vor sechs Jahren mit einem Fuß in eine Schlinge geraten. Mit neun Monaten musste man ihm einen Teil des linken Hinterbeins amputieren, um sein Leben zu retten. In der Wildbahn wäre er ohne Überlebenschance. Die Experten des ETH in Udawalawe, einer Art Waisenhaus für Elefanten im Süden Sri Lankas, kümmern sich unter Leitung von Dr. Vijtha Perera um ihn. Der Kölner Zoo unterstützt seit Jahren ETH-Auswilderungsprojekte und seit diesem Jahr auch Namal.

Bei einer Aktion des Kölner Zoos im Frühling kamen mehr als 12 000 Euro für den Elefanten zusammen.
So sieht die neue Prothese des Elefanten aus.

So sieht die neue Prothese des Elefanten aus.

Der sechsjährige Namal nimmt ein Bad.

Kölner Zoo, Bild 1 von 2

Der sechsjährige Namal nimmt ein Bad.

Seine alte Prothese, mit der Namal bislang gut zu Recht kam, war zu klein geworden. Der Elefant benötigte dringend eine neue, doch dem ETH fehlte das Geld. „Es ist toll zu sehen, wie Namal dank der neuen Prothese wieder laufen kann“, erklärt der Kölner Zoodirektor Theo B. Pagel. „Das Anlegen durch Brian Batstone hat reibungslos funktioniert. Wir haben für alle Fälle sogar noch eine Ersatzprothese bereitstellen können.“ Zootierärztin Dr. Sandra Langer ergänzt: „Um sich in der Herde der über 50 Waisenkinder des ETH zu behaupten, muss Namal mobil sein und sich bewegen können.“

Christopher Landsberg, kaufmännischer Vorstand des Kölner Zoos, war im April bei einer Dienstreise zum Projektpartner Elephant Transit Home auf die Notlage des Jungbullen aufmerksam geworden. Kurz entschlossen rief der Zoo zu einer Spendenaktion auf. Das benötigte Geld kam sehr schnell zusammen. Allein die Troisdorfer Maschinenbaufirma Kitz spendete 8500 Euro. „Dass das Geld in so kurzer Zeit zusammen gekommen ist, zeigt, wie schnell, unbürokratisch und effizient Hilfe sein kann. Das ist wirklich klasse“, sagt Zoovorstand Christopher Landsberg.

Das ARD-Morgenmagazin berichtet über die Reise von Brian Batstone, Dr. Sandra Langer und Prof. Theo B. Pagel zu Namal. Darüber hinaus zeigt das WDR-Fernsehen am 1. Januar eine 30-minütige TV-Dokumentation. Darin wird auch über die Artenschutzprojekte des Kölner Zoos und über das Leben der Elefanten auf Sri Lanka informiert.

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