Das Interkulturelle Fest vom 16. bis 18. September sei gelebte Präventionsarbeit, sagen die Veranstalter.

Das Interkulturelle Fest vom 16. bis 18. September sei gelebte Präventionsarbeit, sagen die Veranstalter.
Fatih Cevikkollu ist erneut zu Gast in Burscheid mit seinem Programm EmFatih. Archiv

Fatih Cevikkollu ist erneut zu Gast in Burscheid mit seinem Programm EmFatih. Archiv

Stefan Fries

Fatih Cevikkollu ist erneut zu Gast in Burscheid mit seinem Programm EmFatih. Archiv

Burscheid. Aufgrund der aktuellen Wahl in Mecklenburg-Vorpommern und der Diskussionen über die Flüchtlinge in Deutschland sehen sich die Helfer des Vereins „KiB – Kulturen in Burscheid“ bestärkt: „Das Interkulturelle Fest ist auch Präventions- und Friedensarbeit, weil wir merken, dass auch Stimmungen kippen können“, sagt Pfarrerin Annerose Frickenschmidt. Bereits zum vierten Mal findet das Fest statt, das von Tausenden über die ganzen Tage beim vergangenen Mal besucht wurde.

„Es geht uns aber nicht nur um die Flüchtlinge, sondern um die Menschen unterschiedlicher Kulturen, die schon lange hier leben“, ergänzt Gisela Prägler-Hoth, die mit im KiB-Vorstand sitzt. Denn die reine Anwesenheit könne auch ein Nebeneinander sein. „Das heißt ja nicht, dass wir uns wirklich kennen“, so Annerose Frickenschmidt.

Um möglichst viel von der anderen Kultur zu erfahren, präsentieren sich etliche der über 80 Nationen in Burscheid vom 16. bis 18. September auf dem Markt und diesmal auch in der Kirchenkurve – und an anderen Orten. Los geht es diesmal bereits am Donnerstag davor mit einer Sonderveranstaltung: Fotograf und Autor Bernd G. Schmitz gibt ab 19 Uhr unter dem Titel „Welcome to Iran“ seine Eindrücke über „das Land der Gastfreundlichkeit“ in Bild und Wort wieder. Eintritt: 5 Euro.

Nacht der offenen Türen mit fünf Gemeinden

Traditionell ist der Freitag der Tag, an dem die Kirchen ihre Türen öffnen. Angefangen mit der Moschee der Türkische-Islamischen Gemeinde (18.30 Uhr) über die Griechisch-Orthodoxe Kapelle am Kapellenweg eine Stunde später, die Evangelische Kirche und die Freikirchlich-Evangelische Gemeinde bis hin zur Pfarrkirche St. Laurentius für Nachtschwärmer ab 22.20 Uhr. Ein Sonderbus wird eingesetzt – und wer dort keinen Platz mehr findet, wird sicherlich in einem anderen Privatwagen mitgenommen.

Das eigentliche Programm am Samstag und Sonntag ist üppig: „Wir haben mehr Stände, auch für Kinder“, sagt KiB-Vorstand Stella Ignatz. Zum ersten Mal dabei: ein Kinderkarussell.

Die Kosten für das Fest betragen etwa 10 000 Euro. Sie werden getragen durch die Burscheid Stiftung der Kreissparkasse Köln, Firmen wie Federal-Mogul und Fietz sowie Privatpersonen. In diesem Jahr gibt es zudem eine große Tombola, die von Currenta gefördert wird.

KiB ist Organisator der Veranstaltung. Um einen reibungslosen Ablauf des Programms zu gewährleisten, wird noch weitere ehrenamtliche Unterstützung gesucht. Helfer werden zum Beispiel für die Tombola oder den Kuchenstand benötigt. Aber auch andere vielfältige Aufgaben gilt es zu erfüllen. Interessenten wenden sich an Stella Ignatz unter Tel. 67 91 03, E-Mail: stella.ignatz@domo-vita.

Das vollständige Programm findet sich übersichtlich auf der KiB-Homepage. Gespickt ist es mit Gesangsvorstellungen, Tänzen, Trommelworkshops und natürlich vielen kulinarischen Angeboten: Bernhard Rappert beispielsweise bringt einen Koch aus Köln mit, der internationale Spezialitäten serviert, es wird Leckereien aus Rumänien geben, Siebenbürger Striezel, Zwiebelkuchen aus Georgien, Süßigkeiten aus dem Irak – und viel mehr.

Höhepunkt am Samstagabend ist der Kabarettist Fatih Cevikkollu von 18 bis 20 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal. „EmFatih“ lautet sein neues Programm. Alles weitere im Internet: www.kib-burscheid.de

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