Der Wiederaufbau der Halle von Michael Schwarz im Luisental nimmt Formen an. Am 26. Mai 2015 wurde das Gebäude durch ein Feuer nach Brandstiftung zerstört.

Mit einem 300 Tonnen schweren Autokran werden auch Stahlträger auf das Gebäude gehievt und später befestigt.
Mit einem 300 Tonnen schweren Autokran werden auch Stahlträger auf das Gebäude gehievt und später befestigt.

Mit einem 300 Tonnen schweren Autokran werden auch Stahlträger auf das Gebäude gehievt und später befestigt.

Das Dach schließt sich: Stück für Stück werden die bis zu 14 Meter langen Betonplatten auf den Ringanker der Hallenmauern gelegt.

Bild 1 von 2

Mit einem 300 Tonnen schweren Autokran werden auch Stahlträger auf das Gebäude gehievt und später befestigt.

Burscheid. Bereits seit Montagabend schlängeln sich die Schwertransporter mit tonnenschweren Betonteilen aus Richtung Innenstadt die Luisenstraße hinunter. Besonders in der zweiten Kurve vor dem kleinen Waldstück wird es knapp mit den Ausmaßen der großen Lastwagen. Aber die Fahrer der Firma aus Dessau bleiben cool, warten bis entgegenkommende Autofahrer den Rückwärtsgang eingelegt haben und rollen dann weiter ins Luisental hinab zum Gewerbepark Colonia.

Genau dort brannte in der Nacht zum 26. Mai 2015 die Gewerbehalle von Michael Schwarz ab. Über zwei Jahre nach der Brandstiftung – eine Straftat, für die kein Täter ermittelt werden konnte – hat der Burscheider Eigentümer nun wieder ein Dach über dem Kopf. Der Inhaber der Galvanik-Firma Fabatec-Hartchrom, die einst darin betrieben wurde, hat dagegen Insolvenz anmelden müssen, sagt Schwarz. Nach einer Odyssee mit juristischen Verfahren und behördlichen Auseinandersetzungen, die noch immer nicht beendet ist, geht es zumindest weiter für den Burscheider. „Ich kann jetzt endlich wieder ruhig schlafen“, sagt er. Schließlich gehe es bei dem Fortbestand der Halle nicht um ein Hobby, sondern um wirtschaftliche Planung. „Das soll mal die Zukunftsexistenz von meinem Sohn werden.“

Allerdings ist noch nicht klar, welche Nutzung überhaupt in der Halle einmal möglich sein wird. Schließlich stehe in der Kreisverwaltung immer noch die Frage an, ob giftiges Chrom VI in der Brandnacht mit dem Löschwasser durch den Hallenboden versickert ist. „Ich habe die Pflicht, eine Detailuntersuchung mit entsprechenden Bohrungen durchführen zu lassen. Obwohl ich das Opfer der Straftat war.“

Im ersten Schritt soll eine Lagerhalle errichtet werden

Bei entsprechend positiven Werten fürchtet Schwarz nicht nur hohe Kosten, sondern auch einen Strich durch seine Rechnung für weitere Planungen mit der Halle insgesamt. „Was dann die Konsequenzen sind, weiß ich noch nicht. Ich tendiere dazu, eine neue Betonplatte verlegen zu lassen und das Kapitel abzuschließen.“

Doch soweit ist es noch nicht. „Ich möchte jetzt erst mal eine Lagerhalle errichten“, sagt der Eigentümer und schweigt zu weiteren Plänen zumindest für die Halle. Eine Idee für die ehemaligen Büroräume von Colonia hinter der Halle präsentiert er allerdings schon. Gesellschaftsräume für Hochzeiten, Geburtstage oder andere Veranstaltungen sollen dort entstehen. „Das haben wir in Burscheid ja nicht.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer