Lambertsmühle: Viele Burscheider nutzten die Gelegenheit, am Wochenende ihr Obst aus dem Garten pressen zu lassen.

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Familie Klewinghaus hatte aus dem eigenen Garten einen ganzen Kombi voll Äpfeln zu den zweiten Mosttagen in der Lambertsmühle mitgebracht.

Familie Klewinghaus hatte aus dem eigenen Garten einen ganzen Kombi voll Äpfeln zu den zweiten Mosttagen in der Lambertsmühle mitgebracht.

Barbara Sarx

Familie Klewinghaus hatte aus dem eigenen Garten einen ganzen Kombi voll Äpfeln zu den zweiten Mosttagen in der Lambertsmühle mitgebracht.

Burscheid. Ohne Muskelkraft ging am Wochenende nichts. Bei den zweiten Burscheider Mosttagen in der Lambertsmühle wurde geschleppt, geschrubbt und gepresst, was das Zeug hielt. Anhängerweise Äpfel und Birnen karrten die Besucher heran und gingen nach getaner Arbeit glücklich mit literweise frischem Saft nach Hause.

Familie Klewinghaus war bei der Premiere im Vorjahr bereits mit von der Partie und hatte auch diesmal wieder einen ganzen Kombi voll Äpfel aus dem eigenen Garten eingesammelt. Die schönen Äpfel hatte sie bereits aussortiert und im heimischen Obstregal eingekellert. "Die werden gegessen oder zu Apfelmus verarbeitet", berichtete Jutta Klewinghaus, die mit Mann und Sohn zum Keltern gekommen war.

Die kleinen Exemplare dienten dagegen am Samstagmittag zur Saftgewinnung. "Wir haben im vergangenen Jahr aus dem Saft auch Apfelgelee gemacht." Immerhin geschätzte 50 Liter waren es 2009, und diesmal nicht viel weniger. Die Aktion gefiel der Burscheider Familie prächtig. "So gut, dass wir noch ein anderes Kind mitgenommen haben, damit sie sehen können, wo der Saft herkommt."

Aus dem Kofferraum landeten die in Säcken verpackten Äpfel in einem großen Bottich, wo sie erst einmal ein Vollbad nehmen durften. Schön sauber ging es dann in den Häcksler, um sich anschließend im Kelter auspressen zu lassen.

Der Trester dient als Viehfutter oder Dünger

Dort verrichteten die Kelterknechte Christoph Knöpfle und Günter Content Schwerstarbeit. Die zerkleinerten Äpfel, pro Ladung immerhin rund hundert Kilo, wurden mit einem Gewinde und dicken Holzbalken zusammengedrückt, der wertvolle Saft landete in einem großen Kanister. "Aus einer Füllung bekommen wir rund 70 Liter Saft", erklärte Christoph Knöpfle. Übrig blieb nur der so genannte Trester, der als Viehfutter oder als Dünger verwendet werden kann.

2009 hatten Burscheider erstmals die Möglichkeit, ihre eigenen Äpfel in der Lambertsmühle pressen zu lassen. Damals wurden an einem Tag rund 400 Liter gepresst.

Für die Möglichkeit des Saftpressens konnten die Besucher einen kleinen Geldbetrag für den Förderverein hinterlassen.

Neben den Äpfeln und Birnen, die die Besucher mitbrachten, hatten Mitglieder des Fördervereins in den vergangenen Tagen Ausschau nach Äpfeln auf Burscheider Wiesen gehalten. Mit Erfolg. Ein ganzer Anhänger voll stand zum Auspressen bereit - nach Schätzung des Fördervereins-Vorsitzenden Armin Busch fast 200 Liter.

Während der Saft aus dem Kelter lief, konnten sich die Besucher mit frischen Reibekuchen und Apfelmus und Schwarzbrot stärken - und natürlich den frisch gepressten Apfelsaft probieren.

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