Wartehäuschen erst vom Schnee eiskalt erwischt und dann vom Winde verweht.

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Wer nicht im Regen stehen will, muss einen Schirm aufspannen: Seit fast drei Monaten ist das Wartehäuschen in Dünweg ohne Dach.

Wer nicht im Regen stehen will, muss einen Schirm aufspannen: Seit fast drei Monaten ist das Wartehäuschen in Dünweg ohne Dach.

Siewert

Wer nicht im Regen stehen will, muss einen Schirm aufspannen: Seit fast drei Monaten ist das Wartehäuschen in Dünweg ohne Dach.

Burscheid. Cabrios im Straßenverkehr sind immer "in" - dass dies künftig auch für Bushaltestellen gilt, vermuten viele Burscheider, die in Dünweg unter anderem in die Fahrzeuge der Linie 249 steigen. "Bereits seit drei Monaten ist das Wartehäuschen dort ohne Dach", erklärt der Burscheider Robert Wiesner verärgert.

Im Rathaus hat er sich bereits mit dem zuständigen Amt in Verbindung gesetzt. Doch Stadtmarketing-Chef Siegfried Kempf musste passen. Auch auf Nachfrage des Bergischen Volksboten: "Die Bushaltestelle gehört einem Unternehmen." Mit diesem habe man einen Fünf-Jahresvertrag abgeschlossen, der kürzlich erst verlängert worden sei. Dennoch sei die Stadtverwaltung nicht untätig geblieben, zudem sich etliche Bürger mittlerweile im Rathaus beschwert hätten. Kempf: "Die Leute sind wirklich böse."

Bereits mehrfach hat der Stadtmarketing-Chef die Firma Zeiger Plakat-Werbebau aufgefordert, den Schaden zu beheben. Nach dem ersten Vorfall, als das Dach durch die Schneelast am 18. Januar zusammengebrochen war, reagierte das Unternehmen auch prompt. Bereits am 2. Februar wurden eine Rechnung der beauftragten Baufirma und entsprechende "Beweisfotos" erstellt.

Dann allerdings folgten gleich zwei Missverständnisse: Das Dach wurde beim Sturm am 1.März erneut zerstört - und eine entsprechende wiederholte Aufforderung der Stadt an die Firma offenbar vom Winde verweht. Dort glaubte man offenbar, dass der - behobene - erste Schaden gemeint gewesen war.

Eine weitere Panne sei hinzu gekommen: Als der zweite Auftrag für eine Reparatur an dieselbe Baufirma erteilt worden sei, habe diese gedacht, der ursprüngliche Auftrag sei versehentlich doppelt eingegangen. Nichts geschah, bis sich Kempf am Freitag erneut mit der Firma in Verbindung setzte. Die Antwort des Hauses folgte gestern: Morgen soll das Wartehäuschen erneut repariert werden.

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