Kreisjugendamt will die U3-Quote auf 40 Prozent ausbauen.

Kreisjugendamt will die U3-Quote auf 40 Prozent ausbauen.
Die DRK-Kita an der Höhestraße soll im kommenden Jahr vollständig in Betrieb gehen. Archiv

Die DRK-Kita an der Höhestraße soll im kommenden Jahr vollständig in Betrieb gehen. Archiv

Doro Siewert

Die DRK-Kita an der Höhestraße soll im kommenden Jahr vollständig in Betrieb gehen. Archiv

Burscheid/Rhein.-Berg. Kreis. Für das kommende Kindergartenjahr 2018/19 sieht sich der Kreis gut gerüstet. Dies zeige die aktuelle Planung des Jugendamtes, die jetzt im Jugendhilfeausschuss vorgestellt wurde. Demnach werde der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für über einjährige Kinder in allen drei Kommunen, für die das Kreisjugendamt zuständig ist (Burscheid, Kürten und Odenthal) voraussichtlich erfüllt werden.

Dort soll für 37 Prozent der Kinder unter drei Jahren und für 95 Prozent der Kinder ab drei Jahren ein Betreuungsplatz angeboten werden. Ziel sei es, die Quote der Unter-Dreijährigen bis zum Kindergartenjahr 2020/21 auf 40 Prozent auszubauen.

Damit dies gelingt, fördere der Kreis weitere Baumaßnahmen mit einem Volumen von rund drei Millionen Euro, zum Teil finde eine Refinanzierung durch Bundes- und Landesmittel statt. Der Ausbau neuer Kindergartengruppen werde intensiv vorangetrieben.

Im laufenden Jahr entstehen beispielsweise in Burscheid drei Großtagespflegen mit insgesamt 17 Plätzen. Die neue DRK-Kindertagesstätte, die voraussichtlich im April 2018 an der Höhestraße in Betrieb genommen werden kann, soll insgesamt 60 Plätze zur Verfügung stellen. Bislang gibt es dort im Nebengebäude nur eine Vorläufergruppe.

Auch in Odenthal-Glöbusch soll eine neue Kita mit insgesamt drei Gruppen und 52 Plätzen eingerichtet werden. Bis diese Optionen fertiggestellt sind, würden die Gruppen der bestehenden Kitas in Notfällen vorübergehend mit mehr Kindern belegt. So könne den akuten Betreuungsengpässen entgegengesteuert werden.

„Die Zahl der Kinder ist in den letzten Jahren vor allem durch Zuzüge stark angestiegen“, berichtet Thomas Straßer, Leiter des Kreisjugendamtes, „diese Entwicklung werden wir weiter im Blick behalten, um auch in Zukunft reagieren zu können.“

Hintergrund: Die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr wird jeweils im Herbst des Vorjahres durch das Jugendamt vorgenommen. Die Zahlen dafür werden bei den Einwohnermeldeämtern der jeweiligen Kommunen ermittelt. Auch konkrete Anfragen über das Elternportal „Little Bird“, Bevölkerungsprognosen und Erfahrungswerte der vergangenen Jahre fließen in die Planungen ein. Die tatsächliche Zahl der Kinder, die einen Platz benötigen, lässt sich allerdings erst ungefähr ein halbes Jahr vor dem gewünschten Betreuungsbeginn ermitteln. Für das kommende Jahr 2018/19 geht der Kreis von einem Bedarf von 2096 Plätzen aus. Red

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