Forstverwaltung und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wollen Aufforstungsprojekt in Lindweiler mit Hilfe von Spenden realisieren.

Forstverwaltung und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wollen Aufforstungsprojekt in Lindweiler mit Hilfe von Spenden realisieren.
Im dritten Klimawald Kölns kommen heimische Baumarten wie die Eiche zum Einsatz. Archiv

Im dritten Klimawald Kölns kommen heimische Baumarten wie die Eiche zum Einsatz. Archiv

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Im dritten Klimawald Kölns kommen heimische Baumarten wie die Eiche zum Einsatz. Archiv

Köln. Nachdem in Junkersdorf und Merheim mit Spenden der Kölner Bevölkerung neue Kli-ma-Wälder für Köln aufgeforstet wurden, planen die städtische Forstverwaltung und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nun, einen dritten Wald anzulegen. Der 26 000 Quadratmeter große Forst entsteht auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in Lindweiler. Er soll einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas in dem bisher waldarmen Stadtteil leisten. Bei der Aufforstung kommen heimische Baumarten wie Eiche, Spitzahorn, Linde, Hainbuche und Vogelkirsche zum Einsatz. Diese Arten vertragen Trockenheit besonders gut, eine Eigenschaft, auf die es beim erwarteten Klimawandel in hohem Maße ankommt. Der neue Wald wird daher beispielhaft zeigen, welche Baumarten sich künftig für Stadtwälder eignen, wenn es immer wärmer und trockener wird. Zum Projekt gehört auch das Pflanzen von heimischen Sträuchern und seltenen Wildobstarten an den Rändern. Daher wird sich der dritte Klimawald schon nach kurzer Zeit zu einem abwechslungsreichen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere entwickeln. Auf einem Pfad, der auf einem Wiesensaum am Waldrand entlang führt, kann man den künftigen Wald mit allen Sinnen erleben.

Bei der Finanzierung geht die Forstverwaltung denselben Weg wie in Junkersdorf und Merheim. Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln bietet sie allen Bürgern ab sofort die Möglichkeit, die Anlage des Waldes mit einer Spende zu unterstützen.

150 Euro für 25 Quadratmeter Wald

Ein Quadratmeter kostet vier Euro, für 150 Euro gibt es 25 Quadratmeter Wald und ein Schild mit dem Namen des Spenders. Außerdem ist darauf der Anlass für die Spende wie goldene Hochzeit, Geburt eines Kindes, Firmenjubiläum oder runder Geburtstag und die Größe des gespendeten Waldstücks aufgeführt. Die Stadt bringt die Schilder an Stelen an, die sie am neuen Klimawald in Lindweiler aufstellt. Jeweils zum Jahresende veranstaltet die Forstverwaltung Pflanzaktionen, zu denen alle Spender eingeladen sind. Wenn bis zum Herbst schon genügend Beitrage zusammengekommen sind, könnte die erste schon in diesem Jahr stattfinden.

Spenden für den dritten Klimawald nimmt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln ab sofort auf ihrem Konto bei der Sparkasse Köln-Bonn, IBAN DE02 3705 0198 0001 0029 71, BIC COLSDE33, entgegen. Für Beträge ab 100 Euro aufwärts gibt es eine Spendenquittung. Sollten die Spenden die erforderlichen Kosten übersteigen, sorgt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln dafür, dass der Betrag für andere Kölner Aufforstungsprojekte verwendet wird. Den aktuellen Stand des Spendeneingangs veröffentlicht die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf ihrer Internetseite.

sdw-nrw-koeln.de

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