Der Pfarrgemeinderat ist gewählt. Jetzt muss der Zusammenschluss der Katholiken mit Inhalt gefüllt werden.

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Neun von zwölf gewählten Mitgliedern des neuen Pfarrgemeinderats für Odenthal, Burscheid und Altenberg. In Burscheid erhielt der bisherige Vorsitzende Johannes Schrage (l.) die meisten Stimmen.

Neun von zwölf gewählten Mitgliedern des neuen Pfarrgemeinderats für Odenthal, Burscheid und Altenberg. In Burscheid erhielt der bisherige Vorsitzende Johannes Schrage (l.) die meisten Stimmen.

Jürgen Venn

Neun von zwölf gewählten Mitgliedern des neuen Pfarrgemeinderats für Odenthal, Burscheid und Altenberg. In Burscheid erhielt der bisherige Vorsitzende Johannes Schrage (l.) die meisten Stimmen.

Burscheid. Der neue katholische Seelsorgebereich Odenthal/Burscheid/Altenberg hat jetzt auch erstmals einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat. In das Gremium wurden am Wochenende entsprechend der Größe der Gemeinden fünf Vertreter aus Burscheid, vier aus Odenthal und drei aus Altenberg gewählt.

In Burscheid betrug die Wahlbeteiligung 7,2 Prozent, was knapp dem Niveau vor vier Jahren entspricht. Mit über 350 Stimmen erhielt der bisherige Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johannes Schrage die meisten Stimmen.

Wann der neue Pfarrgemeinderat erstmals zusammentritt und seinen Vorsitzenden wählt, steht noch nicht fest. "Der leitende Pfarrer Johannes Börsch wird jetzt zur konstituierenden Sitzung einladen", sagt Schrage.

Sicher ist aber, dass neben den weiteren Fragen des Zusammenwachsens der Gemeinden auch viel Einarbeitung auf die neuen Mitglieder zukommt. Denn in allen drei Gemeinden haben sich nur sehr wenige Mitglieder der alten Pfarrgemeinderäte überhaupt aufstellen lassen. Es gibt also viele neue und mit der Arbeitsweise des Gremiums noch nicht vertraute Gesichter.

"Wesentlich wird jetzt sein, das Zusammenleben der drei Gemeinden im Seelsorgebereich auf eine vernünftige Grundlage zu stellen", sagt Schrage. Die formalen Voraussetzungen seien geschaffen, nun gehe es darum zu klären, "wie das gemeinsame Leben zukünftig funktionieren soll".

Pastoralkonzept soll das Miteinander klären

Als Richtschnur ist das Pastoralkonzept gedacht, dessen Mitgestaltung eine wesentliche Aufgabe des neuen Pfarrgemeinderats werden wird. Darin muss beispielsweise geklärt werden, wo künftig gemeindeübergreifend gearbeitet wird und wo nicht. "Nicht jede Gemeinde muss ihre eigene Firmvorbereitung machen", gibt Schrage ein Beispiel. Von guten Ideen einer Gemeinde könnten die anderen profitieren.

"Eine freundliche, gute Stimmung" machte Schrage bei der abendlichen Wahlparty aus. Dass auch ein Großteil der Kandidaten aus den zwei anderen Gemeinden nach Burscheid gekommen seien, wertete er als gutes Zeichen.

Und brach eine Lanze für alle, die nicht gewählt wurden und deshalb enttäuscht waren: "Wir haben ja nicht besonders viel Demokratie in unserer Kirche. Darum ist besonders wichtig, dass wenigstens in diesen Fällen auch eine wirkliche Auswahl besteht. Das haben wir allen zu verdanken, die angetreten sind."

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