Innerhalb eines Jahres konnten rund 3300 neue Mitglieder gewonnen werden. 500 fehlen noch, um Ziel zu erreichen.

Innerhalb eines Jahres konnten rund 3300 neue Mitglieder gewonnen werden. 500 fehlen noch, um Ziel zu erreichen.
Die Restaurierung des Doms kann künftig dank der stetig steigenden Mitgliederzahl im Zentral-Dombau-Verein noch stärker gefördert werden als bisher. Archiv

Die Restaurierung des Doms kann künftig dank der stetig steigenden Mitgliederzahl im Zentral-Dombau-Verein noch stärker gefördert werden als bisher. Archiv

dpa

Die Restaurierung des Doms kann künftig dank der stetig steigenden Mitgliederzahl im Zentral-Dombau-Verein noch stärker gefördert werden als bisher. Archiv

Köln. Am vergangenen Freitag versammelte sich die Kölner Dombauhütte, wie in jedem Jahr, unter dem Banner des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) zu ihrer traditionellen Boisseréemesse in der Johanneskapelle des Doms, und gedachte aller lebenden und verstorbenen Förderer und Mitarbeiter des Dombaus. Passenderweise konnte just an diesem Tag das 17 000ste Mitglied im ZDV begrüßt werden. Damit ist es dem Verein gelungen, innerhalb eines Jahres seine Mitgliederzahl um rund 3300 zu erhöhen – eine Steigerung von rund 25 Prozent.

Fur den Verein bedeutet dies, dass er in Zukunft die für den Erhalt des Weltkulturerbes Kölner Dom notwendigen Restaurierungsarbeiten in noch stärkerem Umfang fördern kann als dies bisher ohnehin der Fall war. So wird der Verein in den kommenden Jahren seine Unterstützung für den Dombau um zehn Prozent von bisher 3,5 auf 3,8 Millionen Euro anheben. Dombaumeister Peter Füssenich ist begeistert. Durch die neuen Mittel konnten dringend erforderliche Sanierungsarbeiten am Dom deutlich beschleunigt werden. Besonders am Herzen liegt Füssenich unter anderem die Fortführung der Restaurierung des stark verwitterten Lang- und Querhausstrebewerks und der beiden Türme sowie die Vorbereitung zur Sanierung der mittelalterlichen Trachytbereiche.

Eine weitere Daueraufgabe bleibt die Restaurierung der mittelalterlichen Glasmalereien und die Teilrekonstruktion der kriegszerstörten historistischen Verglasung des 19. Jahrhunderts. „Den 17 000 langjährigen und neuen Mitgliedern des ZDV sei daher an dieser Stelle unser tiefster Dank ausgesprochen. Ohne ihr unermüdliches Engagement“, so Füssenich, „ist eine Erhaltung des Weltkulturerbes Kölner Dom schlicht unmöglich.“

Dompropst Gerd Bachner gratuliert dem Verein ganz herzlich zu dem erreichten Etappenziel. „Es ist großartig, wie viele neue Mitglieder der Verein in so kurzer Zeit gewinnen konnte. Ganz offensichtlich haben die vielen Höhepunkte des Jubiläumsjahres – vom Festwagen beim Rosenmontagszug bis zum Besuch von Bundespräsident Steinmeier – dem ZDV zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Ich freue mich über die vielen Menschen, die durch ihre Mitgliedschaft in dieser einzigartigen Bürgerinitiative ausdrücken, dass ihnen unsere Kathedrale lieb und wichtig ist. Sie alle gehören zum soliden Fundament, auf dem unser Dom steht.“ Ganz ist das Ziel von 17 500 Mitgliedern noch nicht erreicht. „Aber das Jahr ist auch noch nicht um“, sagt Präsident Michael H. G. Hoffmann. „Den Mitgliedern 17 485 bis 17 515 winkt als besonderes Dankeschön eine ganz besondere Dachführung durch den Dombaumeister.“ Der Zentral-Dombau-Verein freut sich immer wieder über jedes neue Mitglied, „damit der Dom uns bleibt.“

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