Im Rennen um den Titel schlägt Dierath EMA-Schule und Montanusschule.

Umweltwoche
An der Station des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands sortieren die Kinder Müll in die richtigen Tonnen. Fotos (3): Nicole Haase

An der Station des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands sortieren die Kinder Müll in die richtigen Tonnen. Fotos (3): Nicole Haase

Die Kanu-Olympiasiegerin Nicole Reinhardt (r.) ist aus ihrem Heimatort Potsdam angereist. Als Patin der Olympiade feuerte sie die Schüler an.

Nicole Haase, Bild 1 von 2

An der Station des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands sortieren die Kinder Müll in die richtigen Tonnen. Fotos (3): Nicole Haase

Burscheid. Peter hat es fast geschafft. Er saust aus dem Tunnel, touchiert eine Slalomstange, nimmt noch mal Fahrt auf und übergibt das Bobby-Car seinem Klassenkameraden. Bei der zweiten Umweltolympiade gaben die Schüler des Offenen Ganztags der Montanusschule, der Ernst-Moritz-Arndt-Schule und der Grundschule Dierath am Mittwoch alles.

Auf dem Schulhof des Titelverteidigers der Montanusschule absolvierten die Schüler an sieben Stationen verschiedene Aufgaben. „Bei dem Bobby-Car-Parcours geht es um Geschicklichkeit und Schnelligkeit. Wenn die gegnerische Mannschaft durch den Tunnel fährt, muss man warten. Rücksicht spielt auch im Straßenverkehr eine Rolle“, erklärt Karolin Strauch-Schmitz, Geschäftsführerin der Verkehrswacht des Kreises.

Peter ist erschöpft: „Das hat Spaß gemacht, aber es ist auch anstrengend“, sagt der Zehnjährige von der Grundschule Dierath.

Bei den Stadtwerken stecken die Schüler wenig später Rohre zusammen, um dadurch Golfbälle zu rollen. Hochkonzentriert balancieren die Kinder der Montanusschule die Bälle auf Löffeln zum Rohr. „Schwierig ist das eigentlich nicht, aber man muss schon aufpassen, dass man den Ball nicht fallenlässt“, erklärt die achtjährige Sofia.

Das Forstamt Bergisches Land hat eine Baumscheiben-Rallye vorbereitet, die Belkaw wartet mit einer modernen Version des Geschicklichkeitsspiels „Heißer Draht“, bei der Biologischen Station Rhein-Berg ertasten die Schüler barfuß mit verbundenen Augen natürliche Bodenbeläge und beim Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV), geht es um die richtige Mülltrennung.

Kanutin Nicole Reinhardt ist als Patin aus Potsdam angereist

In der Stadtbücherei haben Jugendliche der zehnten Klasse der Evangelischen Realschule am Mittwoch die Ausstellung „Mode zu Zeiten des Klimawandels“ eröffnet. Im Rahmen der Umweltwoche zeigen die Schüler drei Puppen, die dem Klimawandel angepasste Kleidung tragen. „Gerade im Bergischen soll es besonders feucht werden. Die Kleidung ist deshalb wasserfest“, erklärt Kunstlehrerin Christa Engstenberg-Mannes. Eine Figur trägt einen wasserabweisenden Lampenschirm, einen Regenschirm als Rock und Gummistiefel. Einige Materialien wurden recycelt. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai zu sehen.

Je 20 Schüler der OGS der Montanusschule, der Ernst-Moritz-Arndt Schule und der Gemeinschaftsgrundschule Dierath nahmen teil. Mit 75 Punkten liegen die Dierather am Ende vorne. Gefolgt von der EMA-Schule (70 Punkte) und der Montanusschule (65 Punkte).

Die Stadtwerke Burscheid spendeten Experimentierkästen, die BELKAW Pokale, die Biologische Station Rhein-Berg Nisthilfen aus Holzbeton und die Handballabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen Karten für ein Elfen-Spiel. Die Kanutin Nicole Reinhardt, achtfache Welt- und achtfache Europameisterin, übernahm die Preisverleihung.

Ein Kind nach dem anderen greift in eine Mülltüte und wirft den gezogenen Gegenstand in die Kisten für Glas, Verpackungen, Bioabfall, Restmüll und Papier. Anke Spiecker vom BAV betreut die Station. „Die Sortierung könnte besser sein. Gerade eben ist ein Zettel im Glasmüll gelandet“, beobachtet sie. Schließlich gewinnt die EMA-Schule knapp vor den Dierathern. „26 von 30 Punkten, das ist ziemlich gut“, lobt Spiecker.

Die Kanutin Nicole Reinhardt feuert die Schüler als Patin der Olympiade an. „Die Kinder haben viel Spaß und das ist die Hauptsache“, sagt die Sportlerin. Am Ende darf sie auch den Sieger verkünden. Die Grundschule Dierath liegt vorne, gefolgt von der EMA-Schule und der Montanusschule. Wenn auf dem Schulhof genug Platz ist, zieht die Olympiade im nächsten Jahr nach Dierath.

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